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Laute Knallgeräusche: Züge auf Strecke bei Hürth beschädigt

Laute Knallgeräusche : Züge auf Strecke bei Hürth beschädigt

In zwei Fällen wurden Züge auf der Bahnstrecke bei Hürth beschädigt. Das Zugpersonal nahm in beiden Fällen laute Knallgeräusche wahr. Die Polizei ermittelt.

Auf der Bahnstrecke zwischen Köln Eifeltor und Hürth-Kalscheuren gab es in den vergangenen Tagen zwei Einwirkungen auf vorbeifahrende Züge. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der letzte Fall am Mittwochabend gegen 18.30 Uhr.

Zu dieser Zeit hörten zwei Zugbegeleiter des IC 2202 ein ungewöhnliches, lautes Knallgeräusch. Der Zug fuhr mit einer Geschwindigkeit von rund 160 Stundenkilometern. Beim Halt am Bahnhof Brühl entdeckte der 50-jährige Fahrer mehrere Beschädigungen in der Außenhülle und verständigte die Bundespolizei.

Diese stellte insgesamt 30 kleinere Lackschäden, Schleifspuren an einigen Fenstern und Beschädigungen durch Splitterauswirkungen an dem Zug fest. Diese erstreckten sich auf einer Gesamtlänge von 120 Metern über alle Wagons vom Triebkopf bis zum vierten Wagen auf der rechten Seite in Fahrtrichtung.

Die Bahnstrecke wurde zunächst gesperrt und mit Hilfe eines Polizeihubschraubers und Diensthunden abgesucht. Gegen 21.45 Uhr wurden die ersten Gleise wieder freigegeben, gegen 23 Uhr war die Strecke wieder befahrbar. Der IC konnte seine Fahrt fortsetzen.

Nach jetzigem Stand der Ermittlungen schließen Beamte des kriminaltechnischen Dienstes der Bundespolizei einen Beschuss des Zuges aus. Die Frage woher die äußeren Einwirkungen auf den Zug stammen, ist noch nicht abschließend geklärt, Ermittlungen dauern an. Von den Sperrungen der Gleise waren 131 Züge betroffen, es kam zu insgesamt 9834 Verspätungsminuten. Weiterhin kam es zu Umleitungen und 20 Teil- und einem Komplettausfall.

Ähnlicher Vorfall ereignete sich am Sonntag

Einen vergleichbaren Vorfall gab es bereits am Sonntagmittag gegen 13.25 Uhr. Nach ersten Ermittlungen nahm im nahezu gleichen Streckenabschnitt der Fahrer des ICE 1915 bei einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern Einschläge und ein Knallgeräusch ebenfalls auf der rechten Fahrseite wahr.

Das Schadensbild des Zuges ähnelt dem aktuellen Fall. Die Beschädigungen wurden an drei Fensterscheiben festgestellt, die Lackschäden waren kleiner.

Verletzt wurde in beiden Fällen niemand. Die Polizei appelliert: „Für sachdienliche Hinweise zu beiden Taten oder möglichen Tatverdächtigen wenden Sie sich bitte an die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6888 000.“

(ga)