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Zweiter Weihnachtsmarkt in Kölner Altstadt abgesagt

Stadt will dennoch strahlen : Zweiter Weihnachtsmarkt in Köln abgesagt

Rund sechs Millionen Menschen kommen jedes Jahr zu den Kölner Weihnachtsmärkten - riskant in Corona-Zeiten. Ein zweiter großer Veranstalter in der Altstadt hat am Freitag nun abgesagt. Festliche Beleuchtung soll es in der Stadt aber trotzdem geben, fordern die Ladenbesitzer.

Wegen der Corona-Pandemie hat ein weiterer Traditions-Weihnachtsmarkt in Köln für dieses Jahr abgesagt: Der Weihnachtsmarkt in der Kölner Altstadt werde 2020 nicht stattfinden, teilte der Veranstalter Rodney Ranz am Freitag mit. Das Risiko und die Infektionsgefahr seien einfach zu groß - vor allem bei der An- und Abreise und in Warteschlangen.

Zuvor war schon der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom abgesagt worden. Von weiteren großen Weihnachtsmarkt-Veranstaltern in Köln gab es am Abend zunächst noch keine Stellungnahme. Die Kölner Weihnachmärkte werden nach Schätzungen jedes Jahr von rund sechs Millionen Menschen besucht.

Die Kölner Markt-Veranstalter hatten sich zuvor am Freitag mit der Stadt über die rechtliche Lage ausgetauscht. Bundesweit soll es in diesem Jahr nach der Einigung von Bund und Ländern in dieser Woche keine Großveranstaltungen mehr geben. Allerdings ist offenbar nicht klar, ob sich das auch auf Weihnachtsmärkte bezieht.

Kölner Innenstadt soll weihnachtlich aussehen

Eine Stadtsprecherin sagte, Absagen von Veranstaltern seien unternehmerische Entscheidungen. Die Stadt habe allerdings geprüft, dass die Verträge mit den Markt-Veranstaltern bei einem Verzicht aus Corona-Gründen um ein Jahr verlängert werden dürften.

Der Kölner Handel betonte, dass trotz der Absagen die Innenstadt auch in diesem Jahr weihnachtlich geschmückt werden solle. Wichtig sei, dass die Innenstadt sich trotzdem weihnachtlich emotional zeige und die Rahmenbedingungen für die wichtigste Zeit des Jahres unter anderem für den Handel geschaffen würden, erklärte Stadtmarketing Köln, ein Zusammenschluss von mehr als 200 Kölner Unternehmen, am Freitag.

(dpa)