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Übergriffe auf Polizisten arten aus: Zwölf verletzte Polizeibeamte in vier Tagen

Übergriffe auf Polizisten arten aus : Zwölf verletzte Polizeibeamte in vier Tagen

Bei 18 Einsätzen in Köln und Leverkusen sind in den vergangenen Tagen insgesamt zwölf Polizisten verletzt worden. Bei sechs Einsätzen wurden Beamte beleidigt, bedroht und angegriffen.

Die Übergriffe fanden im Zeitraum zwischen Freitag, 11. Dezember, und Montag, 14. Dezember, statt.

Am Freitagabend trafen Beamte auf einen gewalttätigen 19-jährigen Kölner im Stadtteil Merheim. Sie klingelten gegen 21 Uhr Uhr bei dem jungen Mann. Der riss die Tür auf und stürmte brüllend auf die drei Polizisten zu.

Noch bevor einer der Beamten reagieren konnte, schlug der alkoholisierte Mann auf einen der Polizisten ein. Trotz massiver Gegenwehr schafften es die Beamten, den 19-Jährigen festzunehmen.

Kopfnüsse und Beleidigungen gegen Polizisten

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Polizei zu einem Einsatz in einer Kleingartenanlage in Humboldt-Gremberg gerufen. Dort trafen die Beamten gegen 1.00 Uhr morgens auf zwei Männer, die sich prügelten.

Die Beamten versuchten, die beiden Kontrahenten zu trennen, ein 22-Jähriger wehrte sich dagegen und versetzte einem Polizisten einen gezielten Kopfstoß. Der erlitt dadurch leichte Verletzungen im Gesicht. Im Gegenzug musste der 22-jährige alkoholisierte Mann die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen.

Am Samstagabend rief der Sicherheitsdienst der Rathaus Galerie in Leverkusen-Wiesdorf die Polizei, nachdem eine stark alkoholisierte Frau das Einkaufszentrum nicht verlassen wollte.

Als die Beamten gegen 21.30 Uhr vor Ort eintrafen, ging die Frau direkt auf die Beamten los. Als die Beamten versuchten, sie zu überwältigen, wehrte sie sich, schlug und trat nach den Beamten. Dabei verletzte sie drei der Ordnungshüter.

Taschendieb und Barfüßger schlagen auf Beamte ein

In der Nacht zu Sonntag, 13. Dezember, erwischte die Polizei einen bereits polizeibekannten 31-Jährigen bei einem Taschendiebstahl in der Kölner Innenstadt. Die Beamten beobachteten den Mann gegen 2.15 Uhr bei seiner Tat auf der Friesenstraße.

Als die Beamten den Mann stellten, reagierte der äußerst aggressiv. Er stieß die Polizisten von sich und schlug auf sei ein. Letztendlich konnte der alkoholisierte Täter festgenommen werden. Auch hier wurde ein Beamter verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

In Rodenkirchen kam es am Montagabend, 14. Dezember, zu einem Streit. Die Beamten trafen gegen 20.20 Uhr in der Frankenstraße ein und trafen dort auf einen barfüßigen 25-jährigen, der schreiend auf den Polizeiwagen zurannte.

Während die Beamten den Mann zuerst noch beruhigen konnten, ging er kurze Zeit später unvermittelt auf sie los. Die Polizisten versuchten, ihn zu fesseln, wobei der 25-Jährige sich massiv wehrte. Nur mit Hilfe eines zufällig vorbeikommenden Kriminalbeamten konnten die Streifenteams den Mann fesseln und festnehmen. Hierbei wurden insgesamt fünf Polizisten verletzt.

Polizeipräsident Wolfgang Albers zeigte sich erschüttert: "Es kann nicht sein, das meine Beamtinnen und Beamten, die ihre Aufgaben erfüllen, im Dienst körperlich angegangen und teils sogar noch verletzt werden."