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Ausstellung von 45 Künstlern: Besucher strömen zur Kunst in Unkeler Höfen

Ausstellung von 45 Künstlern : Besucher strömen zur Kunst in Unkeler Höfen

Auch als am Wochenende in Unkel das Zepter an die neue Burgundia übergeben wurde, strömten die Besucher an den Ständen der insgesamt 45 Künstler aus Deutschland, den Niederlanden, England und Frankreich vorbei, die ihre Arbeiten bei „Kunst in Unkeler Höfen“ ausstellten.

Die weit über die Region bekannten Kulturtage, die seit 15 Jahren von Ellen und Jochen Seidel organisiert und betreut werden, erwiesen sich wieder einmal an beiden Tagen als Publikumsmagnet.

In ein „Robodonien“ hatte der Kölner Odo Rumpf mit seinen zusammengetüftelten, skurrilen Wesen den Rasen vor dem Palmenhaus verwandelt. Im Haus zeigte die Bonnerin Larissa Lae nicht nur ihre keramischen „Metamorph“-Lichtskulpturen. An den Wänden bildeten zudem ihre stark reduzierten Acrylbilder wie etwa die „Invasion der kindlichen Zellen“ einen starken Kontrast zu Malte Sonnenfelds knallbunter Neo-Pop-Art. Der Comic-Fan hatte neben „Foxi“ auch seinen am Strick hängenden Superman nach Unkel mitgebracht, um zu warnen: „Don't count on him!“

„Das Palmenhaus ist dieses Mal zum ersten Mal bei den Kunsttagen dabei“, informierte Jochen Seidel den Schirmherrn, Landrat Rainer Kaul, am Sonntag. Das traf auch auf das „Haus am Pütz“ zu, in dem neben dem Briten Gerry Needham mit seiner „Chippie“- Eiche-Kunst auch Dieter Oberdorf mit seinem „Dialog der Formen“ vertreten war.

Kunst und Wein

Der Autodidakt Lothar Moi, dessen Bilder auch ansonsten im „Haus am Pütz“ zu sehen sind, war mit einem Großteil seiner Arbeiten in die Schweppenburg umgezogen. „Es ist schon erstaunlich, wie es Ellen und Jochen Seidel jedes Jahr gelingt, nicht nur eine Vielzahl an Kunstwerken, sondern auch Arbeiten von enormer Qualität nach Unkel zu holen“, so Kaul. Ein Garant für diese Vielfalt der künstlerischen Beiträge sei der ständige Wechsel bei den ausstellenden Künstlern.

Hinter dem Kutscherhaus der Henkelvilla zeigte der Niederländer Hans Janssen, Künstlername Lysippe, vorwiegend Frauenfiguren, die der griechischen Mythologie entstiegen zu sein schienen.

Nicht weit entfernt, im Garten des Menke-Hauses, durchpflügte ein „Brustschwimmer“ die Beete, während ein großer „Freischwimmer“ auf einem hohen Holzsockel seine Kraul-Disziplin absolvierte. Weitere Schmauchbrandfiguren hatte Ute Sybille Belser mal dicht beieinander als Paar oder Gruppe, mal auch als Einzelwesen postiert.

Wie die ihren Kopf in die Hand stützende „Antonella“, die am Gartenausgang gerade eine ältere Kölnerin verabschiedete. „Das mit Kunst und Wein zusammen, das hat schon was“, so die Besucherin der Unkeler Kunsttage zu ihrer Begleiterin auf dem Weg zum Auto.