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Ewald Buslei erhält die Ehrennadel der Stadt Unkel.

Hohe Auszeichnung : Stadt Unkel vergibt Ehrennadel für Ewald Buslei

Er ist der sprichwörtliche „Mann für alle Fälle“: Ewald Buslei erhält beim Neujahrsempfang im Rathaus die Ehrennadel der Stadt Unkel. Alleine 17 Jahre war der neue Würdenträger im Stadtrat aktiv. Sein Herz schlägt zudem ganz besonders für den Karneval.

Ewald Buslei ist der neue Träger der Unkeler Ehrennadel. Beim traditionellen Neujahrssempfang der Kulturstadt am Rhein überreichte Stadtbürgermeister Gerhard Hausen unter dem Beifall zahlreicher Gäste dem Unkeler im Sitzungssaal des Rathauses die hohe Auszeichnung. Unter den Gratulanten befanden sich auch die Träger der Auszeichnung der beiden Vorjahre, Schwester Rosita Haubrich vom Christinenstift und der jüngste Ehrenbürger von Unkel, Fritz Bagel. „Wer Traditionen wahrt, pflegt die Wurzeln und stärkt damit das, was blühen soll. Ewald Buslei hat sich in den vergangenen Jahren  in besonderer Weise dafür eingesetzt, dass unsere Kulturstadt gedeihen kann“, würdigte Hausen das Engagement des neuen Ehrennadelträgers.

Eröffnet hatte das Künstler-Duo Hendrike Steinebach, Violine, und Ralf Bauer, Gitarre, den Neujahrsempfang mit einem Larghetto und Allegretto von Nicolo Paganini. Anschließend begrüßte Hausen mit seinen Beigeordneten — Wolfgang Plöger, Markus Winkelbach und Günter Küpper — zahlreiche Bürger aus Unkel sowie aus den Stadtteilen Scheuren und Heister. Ebenfalls nicht nehmen ließen sich Mitglieder des Stadtrates, der Ausschüsse und der politischen Parteien das Ereignis. Vertreter der sozialen, kulturellen und sportlichen Einrichtungen sowie Repräsentanten des gesamten öffentlichen Lebens aus Wirtschaft, Gesellschaft, der Kirchen und der übrigen Institutionen, die das Leben der Kulturstadt am Rhein vielfältig ausgestalten, gaben sich die Klinke in die Hand. Sein besonderer Willkomensgruß galt Verbandsbürgermeister Karsten Fehr und dem Festredner,  Steffen Cost. Der Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland widmete sich dem brandaktuellen Thema „Automobilität im Wandel“.

Zunächst aber stand Buslei im Mittelpunkt des Interesses. Kommunalpolitisch ist der Unkeler seit Jahren in führender Funktion im Ortsverein und in der Fraktion der CDU Unkel aktiv. „17 Jahre lang gehörte er dem Stadtrat an, gleich zu Beginn seiner Ratstätigkeit als Beigeordneter“, erinnerte Stadtchef Hausen an den Werdegang des Geehrten, der Buslei zugleich als „zuweilen starken Verfechter einer klaren Linie“ bezeichnete. In diesem Sinne habe sich der Geehrte als Kommunalpolitiker stets über das Normale hinaus engagiert und an vorderster Linie mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein für die erfolgreiche Weiterentwicklung von Unkel eingesetzt.

„Ewald Busleis politisches Wirken bildet aber nur einen Teil dessen ab, was er an Verdiensten um Unkel erworben hat. Hier kommt die Tradition ins Spiel“, so der Laudator. 2020 seien es 37 Jahre, die sich der neue Träger der städtischen Ehrennadel für den Karneval engagiert. Für seine Verdienste um dieses rheinische Brauchtum sowie für seinen Einsatz als Kassierer und Mitglied des Elferrats sei Buslei bereits 1996 mit dem Heimatorden ausgezeichnet worden. Zwei Jahre später habe er dann den Verdienstorden in Silber des Bundes Deutscher Karneval auch für sein Wirken als Sitzungspräsident erhalten, erinnerte der Laudator.

Nicht aufzuzählen seien die alltäglichen Mosaiksteine seines Schaffens, die dem karnevalistischen Brauchtum, der Kulturstadt im Allgemeinen und den Unkeler Vereinen zugutekommen. Durch Busleis handwerkliche und organisatorische Fähigkeiten und durch seine Position in einem großen Unkeler Unternehmen würde der neue Würdenträger immer Möglichkeiten finden, den Vereinen und der Stadt unterstützend zur Seite zu stehen. „Ehrenamtlich setzt sich Ewald Buslei seit Jahrzehnten dafür ein, unser Gemeinwesen besser und fröhlicher zu gestalten. Jederzeit ist er zur Stelle. Er ist der Mann für alle Fälle“, konstatierte Hausen.

Buslei sei für die Bürger ein Vorbild. Menschen wie er würden die Gesellschaft prägen, so das Resümee des Laudators. Diesen hatte nach eigenem Bekunden Hausen überrascht, als er ihn von der hohen Auszeichnung in Kenntnis gesetzt hatte, berichtete er weiter. „Nach meiner Frau kenne ich das Wort nein nicht, schon gar nicht, wenn  es darum geht, ehrenamtlich in Unkel etwas hinzukriegen“, erklärte Buslei.

Möglich sei ihm dies jedoch nur gewesen dank der Unterstützung seiner Familie. „Der Einzelne ist nur so gut wie das Team, das ihm zur Seite steht“, hob er hervor, bevor er sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug.