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Auszeichnung in Rheinbreitbach: Goldener Spaten für Hans Fischerkoesen

Auszeichnung in Rheinbreitbach : Goldener Spaten für Hans Fischerkoesen

Der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach zeichnet Hans Fischerkoesen mit dem Goldenen Spaten aus. Im Garten des passionierten Pflanzenkenners gedeihen auch Palmen sowie Zitronen- und Orangenbäumchen.

Hans Fischerkoesen ist der neue Preisträger des Goldenen Spatens. Als Höhepunkt des Erntedankfestes, zu dem der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach für Samstagabend in den Bürgersaal eingeladen hatte, überreichte ihm die Vorsitzende Kartini Klein in Anerkennung der besonderen Verdienste um den Verein den Wanderpokal, mit dem der Verein traditionell den besten Gärtner des Jahres auszeichnet.

Mit dem Lied „Bunt sind schon die Wälder“ hatte das Fest nach der Erntedankfestmesse in der Pfarrkirche Sankt Maria Magdalena Stunden zuvor begonnen. Nach einem kurzen Rückblick auf das außergewöhnlich trockene und heiße Jahr sowie nach ausgiebiger Stärkung ließ Klein für die weiblichen Gäste des Erntedankfestes einen kleinen „Nachtisch“ kredenzen, mit dem die neue Erntekönigin ermittelt wurde.

Den für diesen Ehrentitel notwendigen Glückscent, der unter dem Pralinenpapier verborgen war, fand Gisela Führ, die vom Vize-Vorsitzenden Norbert Buchbender gekrönt wurde. Den von Peter-Josef Euskirchen intonierten „Königswalzer“ trat er jedoch an seinen Schwager Karl-Willi Menden ab.

Ehrung langjähriger Mitglieder

Im Anschluss an ein „Wunschkonzert“ schritten die Vorsitzenden zur Ehrung langjähriger Mitglieder. Mit Urkunden für 20 Jahre Mitgliedschaft zeichnete Buchbender Gabriele Adenauer aus, während die langjährigen Vorstandsmitglieder Rita Schröder-Stang und Karl-Josef Stang ihr Silberjubiläum bei den Breitbacher Gartenfreunden feierten.

Eine entsprechende Urkunde wird Elke Napp, die wie die „35-jährige“ Renate Menden verhindert war, nachträglich überreicht. Für 35-jährige Mitgliedschaft wurden Martin Peukert und Dieter Uhlig ausgezeichnet. Genauso lange ist auch der Ex-Vorsitzende Aribert Peters im Obst- und Gartenbauverein. Wie Erwin Bidder, der 40 Jahre Mitglied ist, konnte er aber nicht dabei sein.

Nur kurz ließ Klein sodann in ihrer Laudatio die Anwesenden im Unklaren, wer dieses Jahr den Wanderpokal erhalten sollte. Schließlich besuchen viele Gartenfreunde fleißig die Vorträge des Vereins und reihen sich auch bei den Wanderern ein. Schon der Hinweis auf die für das Rheinland exotischen Pflanzen, die von der Südwand des Hauses geschützten Palmen sowie Zitronen- und Orangenbäumchen, gab Insidern Klarheit.

„Um im Herbst reiche Ernte einfahren zu können, hat der Preisträger ganz in der Nähe seines Hauses auch einen alten Obstgarten wieder urbar gemacht, in dem unter seinem grünen Daumen alles hervorragend gedeiht“, so Klein. Spätestens als sie preisgab, dass der Preisträger alle botanischen Namen der ihn interessierenden Pflanzen auf Latein kenne und zudem ein Fan der teuflisch scharfen Chilischoten sei, war allen klar: Der Goldene Spaten kann nur an Fischerkoesen gehen, der neidlos von den Gartenfreunden gefeiert wurde.