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Kindergarten in Linz: Jedes Kind bekommt einen Tagesstättenplatz

Neuer Kindergarten : Jedes Kind in Linz bekommt einen Tagesstättenplatz

Für jedes Kind einen Kindergartenplatz will die Stadt Linz bis 2021 schaffen: Um dieses Ziel zu erreichen, wird derzeit eine Tagesstätte auf dem letzten städtischen Grundstück gebaut. Das Richtfest ist für den Mai geplant.

Auf dem Gelände unterhalb der Firma Niedax wird auch im Winter gebaut. Auf einer großen Bodenplatte werden an der Friedrich-Ebert-Straße die Mauern für den neuen städtischen Kindergarten hochgezogen. Laut Berechnungen des Architektenbüros Berghaus & Michalowicz soll er nach der Aufstockung von drei auf fünf Gruppen 3,67 Millionen Euro kosten. Entlastet wird das Stadtsäckel durch eine Förderung des Landes in Höhe von 750 000 Euro und des Kreises in Höhe von 475 000 Euro.

„Außerdem übernimmt Niedax anteilig die Baukosten für zehn Plätze, die für Kinder der Angestellten bestimmt sind“, erklärte Stadtbürgermeister Hans Georg Faust direkt an der Baustelle. „Die Verwaltung hat die frühestmöglichen Termine für die Anträge von Fördergeldern eingehalten, sodass unsere Stadt eine der ersten im Land ist, die positive Bescheide aus Mainz erhalten haben“, sagte Faust. Es sei zwar schön, das Gelder in Aussicht gestellt worden seien, noch schöner wäre es aber, wenn diese auch zeitnah fließen würden, schränkte er die Vorfreude ein.

Mit der Hälfte der Landesförderung rechnet er bei der Fertigstellung des Rohbaus. Vom  Kreis sei dagegen im kommenden Jahr noch nicht mit einer finanziellen Unterstützung zu rechnen. „Die ist generell viel zu niedrig, wenn man die enormen Anstrengungen der Stadt betrachtet“, ergänzte Karl-Heinz Wölbert, verantwortlicher Beigeordneter für den Geschäftsbereich „Kindertagesstätten“.

Er erinnerte an den Übergangs-Kindergarten im ehemaligen Caritas-Gebäude „Am Schwimmbad“, der von der Ausstattung alles andere als ein Provisorium sei. „Mit dem Kindergarten hier an der Friedrich-Ebert Straße erreichen wir wahrscheinlich Mitte 2021 unser Ziel: für jedes Kind einen Kindergartenplatz mit Essensversorgung“, so Faust. Mit dem neuen, fünfgruppigen Kindergarten mit insgesamt 90 Plätzen sei die Stadt modern und gut aufgestellt, hob er hervor. „Und dies für die nächsten 30 Jahre. Ob wir auch in späteren Jahrzehnten so viele Plätze vorhalten müssen, bleibt abzuwarten“, sagte Wölbert.

Faust gestand ein, dass der Kindergarten relativ weit entfernt vom Stadtzentrum liege. Aber man habe auf einem städtischen Grundstück bauen wollen, um die Kosten nicht noch höher schnellen zu lassen. „Für weitere soziale Verpflichtungen haben wir jetzt keine eigenen Flächen mehr“, so der Stadtchef. Er freut sich jetzt schon auf das Richtfest freut, das je nach Winterwitterung für den Mai eingeplant ist.