Tradition in Ahrweiler: Landesgartenschau wird Thema bei Hutenfest

Tradition in Ahrweiler : Landesgartenschau wird Thema bei Hutenfest

Vize-Ortsvorsteherin Monika Busch plädiert beim Hutenfest für Hängebrücke übers Adenbachtal und findet, dass Ahrweiler bei der Planung rund um die Landesgartenschau abgehängt wird.

Zu Ehren ihrer Schutzpatronin Maria feierte die Hutengemeinschaft der Ahrweiler Adenbachhut ihr Patronatsfest. Dazu begrüßte Hutenmeister Bernd Koll konnte nach einem von Dechant Jörg Meyrer zelebrierten Gottesdienst rund 100 Hutenbewohner und Ehrengäste zum Festkommers. Und weil das Hutenfest auch immer der Information der Bürger dient, berichteten Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft über die aktuelle Entwicklung in ihren Bereichen.

Bürgermeister Guido Orthen ging auf das Förderprogramm Historische Stadtbereiche ein. Immerhin zehn von 31 Förderprojekte in Ahrweilers Altstadt kämen aus der Adenbachhut. In Sachen Landesgartenschau (Laga) plädierte Orthen ob der aktuellen Diskussion über den alten Baumbestand am Neuenahrer Ahrufer generell dafür, sachlich komplexen Themen nicht mit einfachen Fragen zu begegnen und sprach sich klar gegen den "derzeit vorherrschenden Populismus" aus.

Den sieht Ahrweilers Vize-Ortsvorsteherin, Monika Busch, in Sachen Laga in Ahrweiler nicht. Im Gegenteil: Sie und der Ortsbeirat sehen den Stadtteil bei den derzeitigen Laga-Planungen "abgehangen". In Ahrweiler passiere wenig, nachdem der Verkauf des Klosters Calvarienbergs gescheitert sei und dort die Planungen nicht vorangetrieben würden: "Die Mitbürger in Ahrweiler sollten das Gefühl haben, auch Teil der Laga zu werden", forderte sie und brachte für die Gartenschau den Pfarrgarten als mögliche "Oase der Ruhe" ins Spiel. Ein Höhepunkt in Ahrweiler könne eine Hängebrücke über das Adenbachtal sein. Dieser hatte der Bürgermeister unlängst aber ähnliche Chancen eingeräumt, wie einer neuen Fußgängerbrücke in Bachem – keine.

750 Jahre Laurentiuskirche

Für die katholische Kirche berichtete der Pfarrverwaltungsratsvorsitzende, Paul Radermacher, über das derzeit laufende Festjahr zum 750-jährigen Bestehen der Laurentiuskirche. Radermacher stellte die Höhepunkte im Festkalender vor. Schon am kommenden Samstag gebe es für einen internen Festkommers so viele Anmeldungen, dass dieser von der Zehntscheuer in die Kirche verlagert werden müsse. Die Kirche selbst wartet derzeit auf ihre Außenrenovierung. Hier zeigte sich Radermacher mit der Spendenbereitschaft der Bevölkerung hochzufrieden. Von den für die Umsetzung fehlenden 300.000 Euro seien in den vergangenen neun Monaten bereits 145.000 Euro gespendet worden. Die Pfarrei setze sich zudem für den Erhalt des Kindergartens am Calvarienberg ein. Aktuell sei man hier mit dem Kauf des Grundstücks beschäftigt, ein Vertragsentwurf liege bereits vor.

Begonnen hatte der Frühschoppen des Hutenfestes mit einer Erinnerung des Hutenmeisters Bernd Koll an die Wiederherstellung des Adenbachtores. Die Arbeiten liegen 45 Jahre zurück. 1973 wurde geplant, ein Jahr später fertiggestellt. "Das Projekt hat damals 75.000 D-Mark gekostet", erinnerte Koll an die Arbeiten am kleinsten der Ahrweiler Stadttore.

Chronist Karl Heinen blickte auf das Geschehen im abgelaufenen Jahr zurück, in dem die Hutengemeinschaft vor allem für die Betreuung ihrer 160 Senioren viel Zeit aufgebracht habe. Für diese vorrangige Aufgabe der Gemeinschaft stiftete der Heimatverein einmal mehr 600 Euro. Hans-Georg Klein überbrachte die Spende.