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Naturschutzverband gegen Weiterbau der A1 im Kreis Ahrweiler

Naturschutzverband gegen Weiterbau der A1 im Kreis Ahrweiler

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Kreis Ahrweiler läuft Sturm gegen den Lückenschluss der A1 zwischen Kelberg und Lommersdorf. Der Naturschutzverband will Prüfung einer vierspurigen Bundesstraße 51 als Alternative.

Im Fokus der Kritik: Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sowie die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner. BUND-Kreischef Reinhard van Ooyen: "Und den plötzlichen Sinneswandel der Grünen-Wirtschaftsministerin Eveline Lemke führen wir auf reinen Machterhalt und den Verzicht auf alle Grünen-Prinzipien zurück."

Die Kreisgruppe Ahrweiler wirft den Befürwortern "fragwürdige Ausgaben in Millionenhöhe und mangelnde ökologische Sensibilität und Ignoranz" vor. "Während woanders Straßenbau sanft geregelt wird, geht es mit der Umweltzerstörung bei uns weiter, als beträfe dies uns und die kommenden Generationen nicht", so van Ooyen.

Auf der anderen Seite würden viele die Menschen schützenden und damit notwendigen Ortsumgehungen wegen Finanzierungsproblemen nicht realisiert. Der BUND fordere daher den sofortigen Stopp der Arbeiten für die noch zu realisierenden Teilbereiche und neues Denken im Umfeld der aktuell geplanten Trassenführung an der A1.

Vielmehr solle der Vorschlag für den überfälligen Ausbau der fast parallel verlaufenden und teils vierspurig ausgebauten Bundesstraße 51 ernsthaft als Alternative geprüft werden. Schließlich biete die in weiten Teilen einzigartige Eifel-Landschaft ein erhebliches touristisches Potenzial.

Der BUND verweist auch darauf, dass die politisch Verantwortlichen in der Vergangenheit offen eingestanden hätten, dass die Autobahn wegen ihrer Bedeutung für den künftig weiter stark wachsenden Internationalen Lkw-Transitverkehr und die Entlastung der A61 benötigt werde. Schließlich gelte immer noch: "Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten." Van Ooyen: "Ob die Menschen in der Eifel damit wirklich glücklicher werden, fragt sich sicher nicht nur der BUND."