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Baumfällung in Unkel Neue Winterlinde ersetzt die gefällte

Unkel · Schweres Gerät war auf dem Willy-Brandt-Platz aufgefahren, in dessen Mitte nicht nur die alte Winterlinde verschwunden war. In dem von Sitzbänken umgebenen Rondell gähnte auch ein tiefes Loch. Der Baum musste wegen Pilzbefalls entfernt werden. Spendable Bürger sorgten für Ersatz.

 Mit schwerem Gerät wird der eineinhalb Tonnen schwere neue Baum auf dem Willy-Brandt-Platz in das Erdloch gehievt.

Mit schwerem Gerät wird der eineinhalb Tonnen schwere neue Baum auf dem Willy-Brandt-Platz in das Erdloch gehievt.

Foto: Frank Homann

„Wir mussten leider nicht nur den Baum wegen des Pilzbefalls fällen. Auf Anraten von Fachleuten haben die Bauhofmitarbeiter auch extrem tief das Erdreich ausgehoben, um den Schädling sicher aus dem Boden zu entfernen“, berichtete Stadtbürgermeister Gerhard Hausen.

Zusammen mit VG-Chef Karsten Fehr und zahlreichen Bürgern wartete er mittags auf die Anlieferung eines Ersatzbaumes, der per Kran in das tiefe Pflanzloch gesetzt werden sollte. Mit Entsetzen hatten viele Unkeler einige Tage vor Karneval registriert, dass der Baum gefällt wurde.

„Die Stadt wäre finanziell nicht in der Lage gewesen, entsprechenden Ersatz zu schaffen. Deshalb sind wir Gisela Bagel sehr dankbar, dass sie uns für diesen zentralen Platz in der Altstadt eine neue, eineinhalb Tonnen schwere Winterlinde gespendet hat“, so der Stadtchef, während Bauhofarbeiter die tiefe Grube mit frischem Erdreich auffüllten.

So konnte die neue Winterlinde von dem Laster in das Pflanzloch gehievt werden, nachdem die Anlieferung von einer Meckenheimer Baumschule mit etwa Verspätung erfolgt war. „Ohne das Engagement von Spendern könnten wir in der Stadt einiges nicht umsetzen, da uns bei den Freiwilligen Leistungen die Hände gebunden sind“, sagte Hausen.

Zu den Stiftern zähle neben Gisela Bagel auch ihr Mann Fritz Bagel, der nicht nur im Park des Christinenstifts in Erinnerung an seinen Großvater Fritz Henkel die Gestaltung des „Fritz-Platzes“ finanziert habe. „Er stiftet uns auch eine 30 mal 16 Meter große Halle für das zukünftige Außenlager unseres Bauhofes auf dem ehemaligen Areal des Güterbahnhofes, das die Stadt erworben hat“, so der Stadtchef.

Momentan sind die Fahrzeuge und Geräte noch auf dem von der Stadt angepachteten Gelände „Bockhecker“ untergebracht.