Feuer auf Reiterhof in Adenau: Polizei geht von Brandstiftung aus

Feuer auf Reiterhof in Adenau : Polizei geht von Brandstiftung aus

Bei dem Brand auf einem Reiterhof in Adenau sind zwei Menschen verletzt worden. 23 Pferde mussten gerettet und in anderen Ställen untergebracht werden. Die Polizei geht mittlerweile von Brandstiftung aus.

Großbrand in Adenau: 163 Feuerwehrleute und Einsatzkräfte waren am Dienstagabend im Einsatz, nachdem an einem Reiterhof an der Straße „Auf dem Hirzenstein“ Feuer ausgebrochen war. Dort stand ein Heulager eines Reiterhofes in Flammen. Die Ursache ist noch unklar, die Polizei geht inzwischen aber von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Zwei Menschen erlitten leichte Rauchvergiftungen. Alle Tiere konnten in Sicherheit gebracht und in anderen Reitställen untergebracht werden.

Als die Feuerwehr gegen 18.15 Uhr am Einsatzort eintraf, stand bereits ein rund 20 mal 70 Meter großes Stroh- und Heulager, das an die Reithalle angrenzt, in Flammen. Das Feuer drohte auf die Reithalle und die Stallungen überzugreifen. Die Einsatzkräfte der Polizei Adenau sperrten die Zufahrtswege und die Einsatzstelle ab. Gaffer hatten laut Feuerwehr besonders zu Beginn des Einsatzes die Zufahrt zur Einsatzstelle behindert. Unterstützt wurden die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau aus den Verbandsgemeinden Altenahr und Kelberg und aus Ahrweiler.

Mit zwei Drehleitern wurden die Flammen bekämpft, zudem wurden Schadstoffmessungen durchgeführt. Es wurden jedoch keine Schadstoffe in der Luft festgestellt. Gegen 20.30 Uhr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Wie Feuerwehr und Polizei mitteilen, gab es zunächst Probleme mit der Wasserversorgung, da es vor Ort keine Wasserentnahmestelle gibt. Daraufhin musste im Pendelverkehr Löschwasser mit Tanklöschfahrzeugen vom ehemaligen Schwimmbad zum Brandort transportiert werden.

Bereits eine Stunde zuvor war die Feuerwehr zu einem Brand in der unmittelbaren Nähe des Reiterhofes ausgerückt. Dort brannten zwei Strohballen, die schnell gelöscht waren. Verletzt wurden bei dem Brand zwei Menschen, die 23 Tiere konnten in Sicherheit gebracht werden. Der Sachschaden kann derzeit nur grob geschätzt werden. Die Polizei geht von einer Schadenssumme von rund 400.000 Euro aus.

Noch am Abend boten zahlreiche Stallbesitzer ihre Hilfe im Netz an. (ga)