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Deutschland-Portugal: Public Viewing in der Region

Deutschland-Portugal : Public Viewing in der Region

Wenn die deutschen Fußballer die Hitze in Brasilien ertragen, dann kommen die deutschen Fans daheim auch mit einem eher kühlen Sommerabend klar.

Mehr als 900 Fußballbegeisterte bejubelten am Montagabend am "Endlos" an der Rheinbacher Pützstraße den glanzvollen Auftakt-Sieg der Nationalmannschaft auf der Großbildleinwand. Mussten die Fans erst einmal den Schreck verdauen, als Mario Götze zu Beginn der ersten Halbzeit gefoult wurde, war der Jubel beim Elfmeter-Tor durch Thomas Müller in der zwölften Minute umso größer. Die wieder hervorgekramten Vuvuzelas kamen gleich noch drei weitere Male zum Einsatz. Das erste "Rudelgucken" war ein Fest für ganze Familien, und Väter nutzten es als "Vater-Sohn-Zeit". Von einem Meer in Schwarz-Rot-Gold konnte zwar noch nicht die Rede sein, aber gleich nach dem Schlusspfiff initiierten einige Fans einen Corso durch die Innenstadt. sax

Kein Platz war am Montagabend mehr frei in der Ahrweiler Hoppe-Arena. Wo nachts zuvor noch Sven Stadtfeld als neuer Schützenkönig gefeiert wurde, ging das Schützenfest der Löw-Elf über die Großleinwand. Gut 150 Fans bejubelten den Elfmeter von Thomas Müller. Bei Kölsch, das zugunsten der Ahrweiler Seniorenhilfe floss. Nur rund 100 Meter entfernt drängten sich sich vor den Bildschirmen einer Altstadtkneipe Fans in Deutschland-Trikots, waren beim 2:0 von Mats Hummels aus dem Häuschen. Die Mädels an den Tischen konnten das Feixen beim TV-Kommentar "Das tut den Portugiesen weh" nicht lassen. Nur Christiane Mausberg-Henriques tat ihr "Privat"-Portugiese José nach dem 3:0 und 4:0 doch irgendwie leid. Sein Trost: Er wird nicht ausgewechselt. GS

Grenzenlos war die Begeisterung der etwa 1000 Fans, die am S-Carré in Siegburg das Auftaktspiel der deutschen Mannschaft gegen Portugal in Salvador de Bahia verfolgten. Ab der 12. Minute, als Thomas Müller einen Foulelfmeter im Tor von Patricio versenkte, herrschte Stimmung wie an Karneval. "Oh, wie ist das schön", schallte es immer wieder über den Platz vor der riesigen Leinwand. Und als Pepe mit einer roten Karte vom Feld flog: "Du kannst nach Hause fahrn!" Gleich vier Mal hatten die Fußball-Jecken Grund, sich in den Armen zu liegen. Selbst eingefleischte Köln-Anhänger skandierten unter rhythmischem Händeklatschen: "Thohomas Müller!" Ein Auftakt nach Maß, den selbst Optimisten nicht für möglich gehalten hätten. Am Samstag soll die Party weitergehen. kie

Wenn die deutschen Fußballer die Hitze in Brasilien ertragen, dann kommen die deutschen Fans daheim auch mit einem eher kühlen Sommerabend klar: Mehrere Hundert Zuschauer hatten sich auf der Insel Grafenwerth in Bad Honnef zum Rudel-Gucken getroffen und umjubelten die vier Tore der deutschen Mannschaft. Da konnte einem aber auch warm ums Herz werden. Und auch im übrigen Siebengebirge musste keiner alleine den Erfolg feiern. So hatten sowohl die evangelische Kirche in Honnef wie die in Ittenbach zum gemeinsamen Jubeln eingeladen. Die Fans waren dort genauso passend gekleidet erschienen wie im Saal Lichtenberg in Heisterbacherrott, wo rund 100 Fans Thomas Müller zujubelten. Das machte Lust auf mehr.