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Jugendpark in Hennef: Rock und Rap zugunsten von jungen Flüchtlingen

Jugendpark in Hennef : Rock und Rap zugunsten von jungen Flüchtlingen

Gerade mal zwölf Tage hatte das Team des Hennefer Jugendparks Zeit, um aus einer Idee des Jungen Parlaments der Stadt Hennef Realität werden zu lassen.

Die Mitglieder des Gremiums hatten sich überlegt, unter dem Motto "Coloursound - wir leben bunt" ein Benefizkonzert zugunsten der in Hennef lebenden jugendlichen Flüchtlinge auf die Beine zu stellen. Trotz der Kürze der Zeit schafften es die jungen Leute, das Konzert zu organisieren, das am Freitag im Jugendpark viele Gäste, darunter auch einige Flüchtlinge, begeisterte. Veranstalter war das Hennefer Jugendamt.

Den Anfang machte die Hennefer Band "EggPack", die das vornehmlich junge Publikum auf einen milden Herbstabend unter freiem Himmel einstimmte. "Milan", "Jack & Joe Maximus", DJ Barlon und "DBH und 53 Digital" lauteten die Namen der Bands und auftretenden Nachwuchskünstler, die im Laufe des Abends dem Publikum eine Mischung aus Rock, Rap und Popmusik boten.

Der Eintritt war zwar frei, Spendenboxen waren jedoch aufgestellt, um für jugendliche Flüchtlinge ein wenig Geld zu sammeln. Auch der Verkaufserlös aus Getränken, Kuchen und Grillgut kommt ihnen zugute.

"Natürlich erwarten wir nicht, dass dabei riesige Summen zusammenkommen. Aber die Geste allein halte ich schon für sehr wichtig", sagte Petra Priewe, Mitarbeiterin des Hennefer Jugendamtes und seit zweieinhalb Jahren Leiterin des Jugendparks an der Humperdinckstraße. Priewe freute sich über das große Engagement, mit dem die Jugendlichen das Konzert organisiert hatten. "Die Motivation der Beteiligten war wirklich großartig", sagte sie. "Das ist gelebte Integration", meinte Priewe über den Konzertbesuch einiger Flüchtlinge.

"Das gemeinsame Feiern soll ein Stück weit zur Normalität beitragen. Die jugendlichen Flüchtlinge können übrigens selbst entscheiden, was mit dem Erlös finanziert werden soll", so Priewe. Bis 22 Uhr konnten sich die Besucher des Jugendparks an der Musik erfreuen und sogar bei einer Jam-Session am Ende des Abends mit einsteigen, sofern sie Instrumente mitgebracht hatten.