Schlechtes Wetter beim Sommernachtslauf in Königswinter

Die Sportler - von den Bambini bis zu den "Großen" - blieben bei ihren Läufen trocken. Erst nach dem Hauptlauf fing es kurzzeitig an zu regnen. Insgesamt gingen 258 Läufer an den Start, im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger.

Schlechtes Wetter beim Sommernachtslauf in Königswinter
Foto: Frank Homann

Königswinter. Selbst Hündin Paula erreichte das Ziel beim 4. Rhenag-Sommernachtslauf der SSG Königswinter. Brav lief sie an der Seite ihres Frauchens, Katharina Stenglein, und - wie es sich gehört - natürlich mit einer Startnummer, der 699. Schlechte Wetterprognosen überschatteten den Lauf im Vorfeld.

"In den letzten drei Jahren hatten wir stets Glück mit dem Wetter", sagte Cheforganisator Klaus Müller. Dennoch: Die Sportler - von den Bambini bis zu den "Großen" - blieben bei ihren Läufen trocken. Erst nach dem Hauptlauf fing es kurzzeitig an zu regnen. Insgesamt gingen 258 Läufer an den Start, im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger.

Dies, so Müller, liege gewiss am Wetter, ebenso aber wohl auch am Termin: Am letzten Ferienwochenende kehrten viele Familien erst aus dem Urlaub heim. Im nächsten Jahr soll der Lauf möglicherweise vor den großen Ferien stattfinden, und auch die Schulen sollen dann verstärkt mit einbezogen werden.

Großen Dank zollten die Veranstalter der Freiwilligen Feuerwehr, die ihr Fest eigens für die Laufveranstaltung um ein Wochenende vorverlegt hatte. Auch bei der vierten Veranstaltung waren erneut rund 60 SSG-Helfer im Einsatz, deren Einsatz Vorstandsmitglied Barbara Hebchen in bewährter Form koordiniert hatte.

Auch in diesem Jahr gab es vier Wettbewerbe: für die Bambini der Jahrgänge 2007 bis 2004 über 350 Meter, für die Schülerinnen und Schüler über 1 900 Meter und für die Teilnehmer im Hauptlauf über 7 800 Meter. "Ich gebe richtig Gas!", kündigte der sechsjährige Fabian Sparma beim Bambinilauf seiner Mutter an.

Schließlich ist er schon ein alter Hase und war bereits im vergangenen Jahr an den Start gegangen. Ein Junge brach beim Pistolenschuss in Tränen aus, doch tapfer rannte auch er los. Zwei Kinder stürzten, rappelten sich wacker wieder auf, und schließlich raste die sechsjährige Charlotte Ulrich als Erste ins Ziel.

Beim Schülerrinnenlauf ließ sich die siebenjährige Yasmina Amrouche nicht beirren, lief konzentriert und gleichmäßig und war am Ende stolz, teilgenommen zu haben. Hand in Hand liefen Selina Neusser und Deike Glaeser ins Ziel und teilten sich schließlich hinter Sofia Simons und Inga Glaeser den dritten Platz.

Absolut Schnellster bei den Schülern war Jonas Hebchen, der den Streckenrekord im Alleingang nur um winzige zwei Sekunden verfehlte. Beim Hauptlauf war man über den Sieg des Kölners Carsten von Kuk, der nach 25 Minuten und 25 Sekunden ins Ziel rannte, nicht überrascht.

"Kommt doch einfach auf die Bühne und stellt euch unter!", forderten die Musiker Frank Nerger und Detlev Kornath von "Krysmah" nachmittags ihr Publikum auf. Die große Bühne hatte wieder einmal "Cheftechniker" Thomas Mauel mit zahlreichen Helfern aufgebaut. Die erst 13-jährige Sabrina Weißenberger aus Thomasberg bot dort Kostproben ihrer artistischen Tanzkunst.

Danach sorgten die Bockerother Sternschnuppen für Stimmung. Nach den Läufen wurde ausgiebig gefeiert. Die Band "Gnadenlos" aus Heisterbacherrott und Thomasberg wollten die Zuhörer gar nicht wieder ziehen lassen. Unterbrochen von der halbstündigen Siegerehrung, die Klaus Müller und Hermann Ulrich vornahmen, spielten sie insgesamt 36 Hits, so dass der Sommernachtslauf erst gegen 23 Uhr ein Ende fand.

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