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Programm für eine ganze Woche: Apfelwoche lockt nach Oberpleis

Programm für eine ganze Woche : Apfelwoche lockt nach Oberpleis

Das einwöchige Programm ist mit 35 Veranstaltungen so vielfältig wie noch nie.

Zur zweiten Oberpleiser Apfelwoche lädt der Werbekreis Oberpleis ein. Zwischen dem 28. August und dem 5. September finden erneut interessante Führungen und Aktionen rund um den Apfel statt. Allerdings: „Eigentlich sollte der Apfelsonntag der krönende Abschluss dieser Woche sein. Aufgrund der pandemischen Lage muss er leider auch in diesem Jahr ausfallen“, sagte Werbekreis-Vorsitzender Frank Rösgen bei der Vorstellung des Programms. Wegen steigender Inzidenzen sei nicht absehbar, welche Auflagen und welche notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sich daraus ergeben.

Der Anklang für das 2020 aus der Corona-Not heraus entwickelte Veranstaltungsformat war groß, bilanzierte Rösgen. „Wir freuen uns darüber, dass nicht nur fast alle Teilnehmer aus dem vergangenen Jahr wieder dabei sind, sondern wir konnten auch neue Unternehmen dazugewinnen, die den Besuchern ein interessantes Angebot machen werden.“ 35 Veranstaltungen sind es in der kommenden Apfelwoche. Zweiter Vorsitzender Wilfried Thomas: „Wir zeigen, dass wir nicht nur verkaufsoffene Sonntage organisieren können. Das Programm dieser Apfelwoche ist ein gutes Stück breiter geworden.“

Es ist ein bunter Mix, aus dem sich Interessenten ein abwechslungsreiches Programm über die Woche hinweg stricken können – vom Obstbau bis zur Stadtführung. Bei Führungen über die Obsthöfe Mohr und Siebengebirge erhalten die Teilnehmer einen interessanten Einblick in die Besonderheiten des Edelobstanbaus. Der Sonnenberger Hof informiert über den geschützten Beerenobstanbau im Siebengebirge. Wilfried Thomas machte mit seiner Erfahrung aus dem vergangenen Jahr neugierig: „Da war ein Biologe dabei, der uns Hummeln im Kästchen zeigte. Deren Funktion ist es, die Schädlinge wegzuknabbern.“

Durch eine Streuobstwiese führt Xenia Scherz von der Biologischen Station des Rhein-Sieg-Kreises und macht dabei auf die Vielfalt der verschiedenen Obstsorten aufmerksam. Dabei werden Äpfel geerntet, die anschließend im „Alten Zoll“ verköstigt werden. Und wie Baumpflege richtig funktioniert, erfahren die Teilnehmer auch. Der Probsteigarten ist das versteckte Kleinod der Pleistalmetropole. Die Bio-Station stellt während der Apfelwoche auch die Pläne für das Projekt „Ein Garten für alle“ vor.

Erneut gewähren auch Til Macke und Evelyn Steppbacher Zutritt zum privaten Naturschutzgebiet Arche Lütz. „Diese Führungen waren im vergangenen Jahr als erste und im Nu ausgebucht“, so Vorstandsmitglied Juliane Dohle, die auch diesmal wieder die telefonischen Anmeldungen entgegennimmt. Rösgen: „1989 hatte Til Macke das Gelände an der Siegburger Straße erworben, um es für Zwecke des Naturschutzes zu gestalten. Mit hohen Eigenleistungen und Spenden sowie einer finanziellen Unterstützung der Bezirksregierung Köln konnten Flachwasserzonen, fünf Inseln, Kleingewässer, eine Landzunge und eine Wildblumenwiese angelegt sowie alte Baumbestände erhalten werden. Teilnehmer erhalten bei dem eineinhalbstündigen Besuch eine interessante Übersicht.“

In mehreren Rundgängen, über die gesamte Woche hinweg sind sie angesetzt, demonstriert der Wasserbeschaffungsverband, wie das
Frischwasser aufbereitet wird und wie die Versorgung funktioniert. Im Basaltwerk Hühnerberg, das erstmals bei der Apfelwoche mitmacht, erfahren die Gäste, wie das Gestein abgebaut wird und wo es Verwendung findet.

Noch ein Bonbon: Werner Dahm begibt sich bei einer historischen Führung durch den Ortskern auf die Spuren der Vergangenheit. Die Teilnehmer treffen sich in dem Fall ohne Anmeldung an der katholischen Kirche Oberpleis. Wanderungen durch das Siebengebirge und musikalische Darbietungen im Haus Schlesien befinden sich ebenso im Programm. Abgerundet wird die Woche durch einen Apfelmarkt am Donnerstag in Oberpleis und am Freitag in Heisterbacherrott. Dort gibt es Leckereien wie Apfelwaffeln oder Apfelpfannkuchen. Der Apfel rollt. Frank Rösgen: „Alle Aktionen werden über die Beiträge unserer mittlerweile 160 Mitglieder aus Gewerbetreibenden mit Unterstützung der Kreissparkasse Köln, Volksbank Köln Bonn und der WWG Königswinter finanziert. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied, das uns unterstützen möchte.“

Mit der Eröffnung der Apfelwoche kommt auch die zweite Ausgabe des Gutscheinheftes Königswinter raus. „Wir freuen uns ganz besonders, dass diese Ausgabe Angebote aus ganz Königswinter erhält. Mit 34 Teilnehmern konnten wir die Angebote fast verdoppeln“, so Werbekreis-Chef Frank Rösgen. Das Motto bleibt: „Aus der Region – für die Region“. Zur Unterstützung des lokalen Gewerbes wird das Gutscheinheft in einer Auflage von 4000 Stück in der Region verteilt.