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Flamenco in der Oberpleiser Holzkirche: Atemberaubender Wechsel der Tonhöhen

Flamenco in der Oberpleiser Holzkirche : Atemberaubender Wechsel der Tonhöhen

Die Evangelische Gemeinde Oberpleis und Michael Agi organisieren einen Benefiz-Flamenco-Abend, um die Opfer der Hochwasser-Katastrophe unterstützen zu können.

Ein Benefizkonzert voller Leidenschaft. „A mi Manera“ – „Auf meine Art“ – lautete der Titel des Flamenco-Abends in der Oberpleiser Holzkirche mit Sängerin Lidia Menéndez und Gitarrist Franco Carmine, den die Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis in Zusammenarbeit mit Impresario Michael Agi durchführte. Der Erlös war für die Flutopfer bestimmt. 515 Euro kamen bei der Hutsammlung zusammen.

Bevor aber Franco Carmine seiner Gitarre in einem Solo zur Einstimmung die schönsten Klänge entlockte, hieß die zweite Vorsitzende des Presbyteriums, Karin Klink, die Besucher willkommen. Das Geld fließe an die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, die dann die Mittel Opfern der Hochwasserkatastrophe direkt zuleite. Rund 3,2 Millionen Euro haben die Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Westfalen mit dem Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe über ein gemeinsames Spendenkonto bereits an 1200 Betroffene als Soforthilfen ausgezahlt. Außerdem sind bisher Bautrockner im Wert von einer Million Euro in den Hochwassergebieten verteilt worden.

Kaum waren Franco Carmines letzte Klänge seines Einstiegs verklungen, betrat die charismatische Sängerin Lidia Menéndez die Bühne. Bei einer Martinete, die ohne Instrumentalbegleitung vorgetragen wird und höchste Hingabe verlangt, zeigte die Sängerin, welche Ausdruckskraft in ihrer Stimme liegt. Die Martinete, die als menschlicher Schrei verstanden wird, setzte Lidia Menéndez mit Leidenschaft um, wechselte die Tonhöhen atemberaubend.

Nach diesem grandiosen Einstieg genoss das Publikum die weiteren Lieder mit der kongenialen Begleitung durch Franco Carmine. Beide brennen für den Flamenco. Lidia Menéndez ist mit dem Flamenco aufgewachsen, entwickelte ihre Hingabe für den authentischen Flamenco-Gesang. Ihr Timbre und ihre Quejios begeisterten auch in Oberpleis. Ihr Begleiter arbeitet mit großen Künstlern und Formationen. Ob „Aire de Molino“, „Besame“ oder „Bulerias“ – am Schluss waren alle im Konzertsaal Kirche „flamenca, flamenca“.