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Hilfsdienste in Bad Honnef: 10.000 Stunden Dienst für die Allgemeinheit

Hilfsdienste in Bad Honnef : 10.000 Stunden Dienst für die Allgemeinheit

Die Pandemie wirkt sich auch auf die Arbeit der Malteser in Bad Honnef aus. Trotzdem leisteten die aktiven Mitglieder auch im vergangenen Jahr Tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit - und das unter anderem wegen Corona.

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr auch Auswirkungen auf die Arbeit des Malteser Hilfsdienstes Bad Honnef gehabt. Insgesamt rund 10 000 Dienststunden leisteten die Mitglieder, so Stadtbeauftragter Andreas Archut. Bei der Stadtversammlung, die coronabedingt online stattfand, hielten die Teilnehmer Rückschau auf ein außergewöhnliches Jahr.

Archut begrüßte die Teilnehmenden im Internet, der neue Stadtseelsorger Wolfgang Rick stimmte mit einem religiösen Impuls in die Veranstaltung ein. Rick ist Herbert Breuer nachgefolgt, der zum Ehrenpräses ernannt worden war.

Trotz Lockdowns und ruhenden Aktivitäten wurden zahlreiche ehrenamtliche Dienststunden geleistet, so die Bilanz. Archut: „Ich danke allen Maltesern sehr herzlich, dass sie sich vom Coronavirus nicht unterkriegen lassen, sondern Wege finden, ihren wichtigen Dienst zu tun und zeitgemäße Hilfe zu leisten.“ Mit rund 10 000 Stunden seien deutlich mehr Stunden geleistet worden als absehbar gewesen sei, so der Stadtbeauftragte. „Nach einigen Wochen Zwangspause konnten wir aber viele Aktivitäten verlagern und neue Dienste starten.“ So riefen die Aktiven im Frühjahr 2020 betagte Fördermitglieder des Vereins an, um sich nach ihrem Befinden und Bedarfen zu erkundigen – ein Service, der dankbar angenommen wurde.

Sanitätsdienste nur an Karneval

Sanitätsdienste fanden 2020 noch bis zum Ende der Karnevalssession statt. Insgesamt absolvierten sie im vergangenen Jahr 32 Dienste, etwa halb so viele wie in den Vorjahren. Dabei kamen 1700 Dienststunden und zehn Krankentransporte zusammen. Insgesamt wurden zudem 42 Ausbildungen absolviert, darunter 16 Grundausbildungen im Katastrophenschutz, vier Sprechfunker-Ausbildungen, drei Fahrerschulungen und zwei Ausbildungen zum Rettungssanitäter.

Rund 600 Verwaltungsstunden kamen zusammen – etwa dreimal so viele wie in den Vorjahren. Während des Lockdowns verlegten die Sanitäter ihre Ausbildungsabende ins Internet. Dort finden auch die montäglichen Aus- und Fortbildungen statt – mit reger Beteiligung. Zweimal wurde die Einsatzeinheit alarmiert, half coronabedingt in einem Altenheim in Sankt Augustin und beim Feuerwehr-Großeinsatz beim Brand des ehemaligen Sankt-Josef-Schulgebäudes im Dezember 2020 in Bad Honnef. Darüber hinaus halfen die Malteser bei der Pandemiebekämpfung in einer Einrichtung in Ahrweiler, in Abstrichzentren in Gütersloh und Köln und führten an Weihnachten Schnelltests in einer Bad Honnefer Senioreneinrichtung durch. Trotz stark eingeschränkter Möglichkeiten bildeten die Erste-Hilfe-Ausbilder in 104 Kursen 763 Menschen in Erster Hilfe aus.

Auch die Malteser-Jugend hatte mit der Pandemie zu kämpfen, wie Stadtjugendsprecherin Farina Husseini berichtete. So fielen Zeltlager und Gruppenstunden in Präsenz weitgehend aus. Gruppenstunden wurden zumindest online wieder aufgenommen, und auch ein virtuelles Pfingstzeltlager gab es.

Neu ist der Telefonbesuchsdienst der Malteser mit Leiterin Ulrike Schäl-Cremer. Birgit Buchloh stellte den Besuchsdienst mit Hund vor, der im bevorstehenden Sommer beginnen soll. Für langjährige aktive Mitgliedschaft wurden folgende Mitglieder geehrt. Laura Planko (25 Jahre), Helmut Osterritter-Lichtenberg und Ulrich Schmidtmann (15 Jahre), Barbara Cyprian, Leon Jordan, Jens Koch und Günther W. Raths (10 Jahre).