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1200 Wanderer nehmen sieben auf einen Streich

1200 Wanderer nehmen sieben auf einen Streich

Der Ski-Club organisiert zum 32. Mal die beliebte Wanderung - Die Route führt 28 Kilometer durch das Siebengebirge - Für alle Teilnehmer gibt es Medaillen

950 Wanderer machten sich am Sonntagmorgen von Bad Honnef aus auf den Weg, um die Gipfel des Siebengebirges in Serie zu erklimmen. Zum 32. Mal organisierte der Ski-Club Bad Honnef am Sonntag die Volkswanderung "Sieben auf einen Streich". Vereinschef Günther Goertz hatte allen Grund zur Zufriedenheit: "Wir können uns wirklich freuen. Wir haben das perfekte Wetter zum Wandern." Nach seiner Schätzung waren insgesamt wohl bis zu 1 200 Wanderer auf der Strecke, weil sich viele noch spontan und ohne Registrierung dazu gesellten.

Kein Zweifel: Der strahlende Sonnenschein am frühen Sonntagmorgen hatte wohl zusätzlich auf die Strecke gelockt. Schon um 7.30 Uhr - eine halbe Stunde vor dem offiziellen Startschuss - hatten sich mehrere Wandergruppen eingefunden, um ihre Stempelkarten vom Organisatorenteam zu ergattern. Damit ausgerüstet, ging es für die Teilnehmer gleich stramm bergan - zur ersten Kontrollstation auf dem Drachenfels.

Die Streckenführung der 32. Auflage von "Sieben auf einen Streich" deckte sich im Wesentlichen mit den Routen der vergangenen Jahre: Von Bad Honnef aus ging es auf den Drachenfels, dann vorbei am Milchhäuschen zum Petersberg. Über den Stenzelberg wanderten die Teilnehmer durch die Rosenau auf den Oelberg. Zurück Richtung Bad Honnef führte der Weg über den Nasseplatz, den Lohrberg und schließlich die Löwenburg. In Summe machte das 28 Kilometer für die eifrigen Wanderer - bei stolzen zwei Kilometern Höhenunterschied. Umso erstaunlicher, dass bereits um kurz nach zehn der erste Teilnehmer mit allen Stempeln im Gepäck zurück durchs Ziel schoss. "Das ist natürlich dann kein Wanderer - der ist den ganzen Weg gerannt", weiß Ski-Club Vorsitzender Goertz.

Die meisten anderen Wandersleute ließen es gemächlicher angehen. Viele waren mit Stöcken ausgerüstet und mit Rucksäcken voll Proviant unterwegs - manche eher im gemächlichen Muttertags-Tempo als auf Rekordkurs. Fast ganz ohne Gepäck war um die Mittagszeit eine Gruppe von vier Honnefern am Nasseplatz zu sehen. "Wir machen eine leichte Wanderung als Training für unseren Marsch durch das Hochgebirge", erklärte Frank Scheika. Gemeinsam mit Mario Hümmerich, Rudi Beerendonk und Karl-Heinz Borges fährt er bald in die Dolomiten. "Dafür ist das Siebengebirge eine nette Vorbereitung", sagte Scheika.

Ohne Hintergedanken waren Dirk Erler und Claudia Tittel aus Bad Honnef auf der Strecke: "Es ist anstrengend, aber wir werden es wohl schaffen", berichtete Claudia Tittel kurz vor Kilometer 18. Lob hatten beide für die Organisatoren: "Die Strecke kann man gut wandern, und sie ist gut ausgeschildert."

Daran hatte am Samstag auch Alfred Rauhut mitgewirkt und dem Ski-Club-Vorstand bei der Montage der Schilder geholfen. Trotz der anstrengenden Arbeit wanderte er auch am Sonntag mit: "Das muss schon eine schöne Strecke sein, wenn man die zwei Mal abwandert - und ich mache es sehr gerne", erklärte Rauhut.

Begleiterin Beate Fleu kannte die Route noch nicht, war aber angetan und wollte sich die Goldmedaille sichern, die allen Ziel-Wanderern an der Honnefer Endhaltestelle winkte.