A3 bei Bad Honnef war gesperrt Auto rast von der Autobahnabfahrt in ein Waldstück

Update | Bad Honnef · Ein 70 Jahre alter Autofahrer musste nach einem Alleinunfall auf der A3 von der Feuerwehr aus seinem Wagen befreit werden. Ein Großaufgebot von Rettungskräften war im Einsatz.

Fotos von der Unfallstelle A3
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Auto kommt von A3 ab und fährt in Waldstück bei Bad Honnef

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Foto: Ralf Klodt

Der Unfall eines 70-jährigen Ehepaars, der am Sonntagvormittag gegen 11 Uhr auf der A 3 bei Bad Honnef von der Fahrbahn abkam, führte zu einem Großaufgebot von Rettungskräften. Etwa 70 bis 80 Rettungskräfte, so die Einschätzung des Pressesprechers Lennart Gerlach von der Feuerwehr Bad Honnef, befanden sich insgesamt an der Unfallstelle.

Das Fahrzeug sei wegen eines gesundheitlichen Notfalls des Fahrers von der Fahrbahn abgekommen, so die Feuerwehr. Eine Automatik im Auto löste den Notruf in der Einsatzleitstelle aus. Weil damit nicht ganz klar war, wo sich der Unfall ereignet hatte, rückten gleich drei Löschzüge aus: zwei aus Bad Honnef und zwei aus Königswinter. Außerdem machten sich zwei Rettungswagen auf den Weg, einer für jeden der beiden Unfallbeteiligten.

Als einer der Mitarbeiter des Rettungswagens stürzte und dabei auf den Brustkorb fiel, wurden zwei weitere Rettungswagen angefordert: einer für den verletzten Mitarbeiter und einer als Ersatz für den ausgefallenen Rettungswagen. Da schließlich auch zwei Notärzte vor Ort waren und damit sechs sogenannte Rettungsmittel, kam auch der Leitende Notarzt des Rhein-Sieg-Kreises und der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes zur Unfallstelle. Einer der beiden Notärzte kam mit einem Rettungshubschrauber zur A3. Auch die Autobahnpolizei war im Einsatz.

Zahlreiche Rettungswagen auf der A3

Die Feuerwehr barg den verletzten Fahrer aus dem Wagen, der in einem Waldstück zum Stehen gekommen war. Die Beifahrerin, die Ehefrau des Fahrers, hatte den Wagen bereits verlassen und saß neben dem Auto. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Ab der Anschlussstelle Bad Honnef/Linz war die Autobahn kurzzeitig gesperrt. Laut Autobahnpolizei wurde die Sperrung um kurz vor 13 Uhr wieder aufgehoben. Länger gesperrt blieb dagegen die Anschlussstelle Bad Honnef. Als der Fahrer von der Fahrbahn abkam, überquerte er zunächst den Grünstreifen und dann die Auffahrt, so die Autobahnpolizei.

Die Feuerwehren aus Königswinter Ittenbach und Bad Honnef Aegidienberg waren wegen der unklaren Ortslage beide alarmiert worden. Sie befreiten den Fahrer patientenschonend mit einer hydraulischen Rettungsschere. Mit einer Motorsäge entfernten die Feuerwehrleute vorher bereits Äste und Bäume, um besser an das Unfallfahrzeug heranzukommen.

Wie Königswinters Bürgermeister Lutz Wagner und die Dezernentin der Stadt, Heike Jüngling, am Rande einer Veranstaltung am Sonntagnachmittag informierten, hatte der Rettungsdienstmitarbeiter bei seinem Sturz zwar erhebliche Schmerzen erlitten, sich aber nichts gebrochen.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef machte via Facebook auf den Einsatz aufmerksam und teilte ein Bild, auf dem neben mehreren Einsatzfahrzeugen auch ein Rettungshubschrauber an der Autobahnauffahrt zu sehen ist.