Für das „Netzwerk Gewaltfrei“ So macht das Aalkönigkomitee neue Projekte in Bad Honnef möglich

Bad Honnef · Die Idee, Geld mit einer ganz besonderen Krönung zu sammeln, ist auch nach 21 Jahren erfolgreich. Dafür steht das „Aalkönigkomitee“. In diesem Jahr profitieren wieder viele Vereine, Gruppen und Institutionen davon.

 Die Einnahmen aus der Krönungs-Gala mit Aalkönigin Katarina Barley (5. v. l.), Friedhelm Ost (7. v. l.) und dem Aalkönigskomitee setzt das Gremium auch in diesem Jahr für eine Fülle von Projekten ein.

Die Einnahmen aus der Krönungs-Gala mit Aalkönigin Katarina Barley (5. v. l.), Friedhelm Ost (7. v. l.) und dem Aalkönigskomitee setzt das Gremium auch in diesem Jahr für eine Fülle von Projekten ein.

Foto: Frank Homann

Aus der ursprünglichen Idee, einen in die Jahre gekommenen Aalschocker im alten Rheinarm von Bad Honnef zu renovieren, ist inzwischen eine soziale Bewegung entstanden, die auch in diesem Jahr wieder maßgeblich soziale Projekte für junge Menschen in Bad Honnef möglich macht. Das Aalkönigkomitee Bad Honnef unter Leitung von Friedhelm Ost, Staatssekretär a. D. und früherer Regierungssprecher im Kabinett von Helmut Kohl, schuf dafür das „Netzwerk Gewaltfrei“. Durch Koordination des Stadtjugendring Bad Honnef bringt es verschiedene Partner und Ideen zusammen und unterstützt bei der Umsetzung.

Inzwischen ist es Vereinen, Gruppen oder Institutionen möglich, ganz ohne überbordenden bürokratischen Aufwand für ihre Projektideen, auch spontan, eine Finanzierung zu beantragen und so vielfältige Angebote im Stadtgebiet anzubieten. Meist ist das Netzwerk sogar in der Lage, die vollständigen Kosten der Projekte zu übernehmen, auch ohne den sonst aus anderen Fördertöpfen üblichen Eigenanteil, wie das „Netzwerk Gewaltfrei“ jetzt mitteilte. Auch ein Antragsformular gibt es nicht: Wer eine Idee hat und aufzeigen kann, welche Kosten damit verbunden sind, kann mit einer Mail schon die Förderung beantragen, heißt es vom Netzwerk.

 Nur eines der vielen Projekte, die das vom Bad Honnefer Aalkönigkomitee geschaffene „Netzwerk Gewaltfrei“ jetzt finanzierte, ist die Renovierung eines Gruppenraums der KjG Selhof.

Nur eines der vielen Projekte, die das vom Bad Honnefer Aalkönigkomitee geschaffene „Netzwerk Gewaltfrei“ jetzt finanzierte, ist die Renovierung eines Gruppenraums der KjG Selhof.

Foto: KjG Selhof

Alleine im vergangenen Jahr konnten so rund 30.000 Euro in verschiedenste Projekte investiert werden. Seit der Gründung vor 21 Jahren konnte das Aalkönigkomitee somit fast 900.000 Euro an Spenden sammeln. Denn: Aus der Aalschockerrettung „Aranka braucht Hilfe“ ist längst „Aranka bringt Hilfe“ geworden. An rund 500 kleinen und großen Sozialprojekten beteiligte sich das Aalkönigkomitee in über 20 Jahren – darunter auch das „Netzwerk Gewaltfrei“.

Von sportlichen Angeboten wie der Förderung von Basketballkursen, über kulturelle Angebote wie ein Songcamp bis hin zu klassischen Gewaltpräventionsworkshops an Schulen ist vieles dabei. „Das Netzwerk sorgt aber auch für bessere Strukturen, indem die Renovierung von Jugendräumen finanziert wird“, erklärt Stadtjugendring-Vorsitzender Marius Nisslmüller. Auch das Frauenzentrum profitiert von der Förderung und bot Beratungs-, Fortbildungs-, und Aufklärungsangebote an, womit der Umfang der jährlichen Projekte deutlich wird.

Einnahmen durch Aalkönig-Gala, Spenden und Sponsoren

Durch ein erfolgreiches Aalkönigsfest mit der amtierenden Königin und EU-Parlamentsvizepräsidentin Katarina Barley im Oktober vergangenen Jahres sowie mit großzügigen Sponsoren und Spenden kann das Aalkönigkomitee auch in diesem Jahr eine ganze Reihe von sozialen Projekten in Bad Honnef zur Gewaltprävention und Integration unterstützen. Eine kurze Projektbeschreibung und Kostenplan reichen dafür meist aus, schildert Nisslmüller.

Die Anträge und Fragen zur Förderung können direkt per Mail an Marius Nisslmüller (nisslmueller@sjr-honnef.de), Vorsitzender des Stadtjugendrings Bad Honnef, gesendet werden.

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