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Geld für das „Netzwerk gewaltfrei“ Bad Honnef: Aalkönigskomitee fördert die Jugend mit 30 000 Euro

Geld für das „Netzwerk gewaltfrei“ Bad Honnef : Aalkönigskomitee fördert die Jugend mit 30 000 Euro

Das große Benefiz-Krönungsfest des Aalkönigskomitees musste 2020 ausfallen. In ihrer Unterstützung der Jugend aber pausieren die Macher nicht. Auch in diesem Jahr fördert das Komitee Projekte im „Netzwerk gewaltfrei“.

Sich von Corona den Schneid abkaufen lassen: Für das Aalkönigskomitee und die Akteure im von ihm geförderten „Netzwerk gewaltfrei“ ist das keine Option. Obwohl 2020 pandemiebedingt kein Aalkönigs-Fest stattfinden konnte – und somit eine Einnahmequelle für den guten Zweck weggefallen ist –, hat das Komitee erneut genug Geld gesammelt, um auch 2021 gleich mehrere Projekte zu finanzieren. Ziel ist es, ein gewaltfreies Miteinander insbesondere von Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Förderung des Netzwerkes startete 2014

Seit 18 Jahren fördert das Aalkönigskomitee gemeinnützige Projekte, seit 2014 mit Fokus auf Gewaltprävention bei Jugendlichen. Mit dem Stadtjugendring Bad Honnef und dem städtischen Jugendamt wurde eigens das „Netzwerk gewaltfrei“ gegründet, das die Mittel verwaltet und Vereine, Institutionen und Gruppen berät und vernetzt. Insgesamt wurden bereits mehr als 500 000 Euro für Projekte bereitgestellt.

Der Wegfall des Krönungsfestes im Herbst, das alljährlich einen Löwenanteil an Spenden für die gute Sache „erwirtschaftet“, musste kompensiert werden. „Aranka schlägt Wellen“, so lautete der Titel einer besonderen Aktion. Ergebnis: Rund 30 000 Euro an Spenden kamen zusammen.

Unter den geförderten Projekten befinden sich neue und wiederkehrende Angebote. Aktuell auf der Agenda steht etwa die Erweiterung der Grundschul-Basketball-AGs der Dragons Rhöndorf, immer unter dem Vorbehalt, dass dies unter Corona-Bedingungen möglich ist. Die Dragons bieten aktuell an acht Grundschulen in Bad Honnef und Umgebung kostenlose Basketball-AGs an. Aufgrund der Förderung durch das Netzwerk kann das Angebot auf zwei weitere Grundschulen erweitert werden. Auch soziale Kompetenzen werden so trainiert.

Die Familien- und Erziehungsberatungsstelle der Städte Bad Honnef und Königswinter bietet ein Medienpräventionsprojekt mit dem Titel „Sprechen Sie doch lieber mit Ihrem Kind“ an, auch hierfür gibt es Förderung. Eltern werden so angeregt, ihr eigenes Medienverhalten zu reflektieren und Kinder dabei zu unterstützen, verantwortungsvoll mit Medien umzugehen. Das Projekt sollte eigentlich 2020 starten.

Das Frauenzentrum Bad Honnef wird vom Netzwerk mit gleich drei Projekten gefördert: „Nein heißt Nein! Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum“ wird weitergeführt und nun durch Online-Kurzseminare ergänzt. Und auch die Stabilisierungsgruppe für Frauen nach traumatischen und belastenden Erfahrungen wird flexibel geplant, um sich den Möglichkeiten laufend anzupassen. Das dritte Präventionsprojekt „Liebe ist“ zielt auf die Entwicklung einer selbstbestimmten Sexualität und die Prävention von Beziehungsgewalt ab. Für 2022 ist eine verstärkte Bewerbung der Projektreihe bei Schulen, Mädchenwohngruppen und Jugendzentren vorgesehen.

Weiterbildung erfahren ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der evangelischen Kirchengemeinde Bad Honnef: Ein Kinderschutzkonzept soll implementiert und durch Präventionsschulungen die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sicherer gemacht werden.

„Wir sind sehr froh, dass wir über das ‚Netzwerk gewaltfrei’ und das Aalkönigkomitee auch in diesem besonderen Jahr Mittel zur Verfügung stellen können, mit denen Projekte für Kinder und Jugendliche finanziert werden können“, bilanziert für den Stadtjugendring Vorsitzender Marius Nisslmüller die Förderungen. 

Vereine und weitere Träger können ihre Projekte weiterhin per E-Mail an nisslmueller@sjr-honnef.de einreichen.