1. Region
  2. Siebengebirge
  3. Bad Honnef

Realschule Sankt Josef in Bad Honnef: Abschlussjahrgang pflanzt einen Baum für die Erinnerung

Realschule Sankt Josef in Bad Honnef : Abschlussjahrgang pflanzt einen Baum für die Erinnerung

Nach 66 Jahren ist nächste Woche Schluss: Die Schüler des letzten Abschlussjahrgangs der Bad Honnefer Realschule Sankt Josef erhalten ihre Zeugnisse. Und sie hinterlassen etwas Bleibendes zur Erinnerung.

Am nächsten Freitag haben sie ihren letzten Schultag, am 25. Juni gibt es für die 89 Schüler der zehnten Klassen der Erzbischöflichen Gesamtschule Sankt Josef die Abschlusszeugnisse – damit verlässt der letzte Realschuljahrgang die Einrichtung. Zum Abschied pflanzten die Jugendlichen einen Rot-Ahorn. Mit ihnen geht eine Ära zu Ende – nach 66 Jahren „Realschule Sankt Josef“.

Schulseelsorger Torsten Kürbig hatte die Idee zur Baumpflanzaktion, Lehrer Ansgar Herrmann organisierte sie. Das Erzbistum Köln, der Förderverein Sankt Josef sowie die Firma Gräfe Garten- und Landschaftsbau, die das veränderte Schulgelände gestaltet, sponserten die Baumpflanzung auf der Wiese neben dem Haus Magdalena.

Vier Meter hoher Rot-Ahorn

Ein Erinnerungsbaum, der einen Bezug zwischen der auslaufenden Realschule und der im Aufbau befindlichen Gesamtschule herstellt. Pfarrer Kürbig segnete den Baum, nachdem die Schülersprecher mit Manuel Vandamme, dem Chef des Gartenbauunternehmens, das etwa vier Meter hohe Gewächs in die Erde versenkt hatten. Der Geistliche erbat dabei den Segen für den Baum und für alle jetzigen und künftigen Schüler. Die Schüler betonten: „Mit diesem Baum werden sich alle Momente unserer Schulzeit verewigen.“  

Schulleiter Stefan Rost erinnerte an die Geschichte der Realschule. „Als die Franziskanerinnen ihre von den Nazis geschlossene Schule im Jahre 1951 wieder eröffneten, entschieden sie 1955, die Schule in eine Realschule umzuwandeln.“ Ihr Name: „Sankt Josef – Private Realschule für Mädchen der Franziskanerinnen von Nonnenwerth in Honnef/Rhein“.

Ab 1979 durften auch Jungen hier zur Schule gehen. Der Auftrag der Schule: kognitive Fähigkeiten fördern und so einen Übergang zum Gymnasium ermöglichen, aber auch die berufliche Orientierung im Blick behalten, um praktisch veranlagte Schüler auf eine Ausbildung vorzubereiten. Rost: „Die Schulform Realschule war für Sankt Josef ein Erfolgsmodell.“

Schluss nach 66 Jahren

 Mit 66 Jahren sei für Sankt Josef aber lange noch nicht Schluss. „Wir hoffen, dass wir mit der Schulform Gesamtschule eine ähnlich erfolgreiche Zeit erleben werden und die Schüler, die zukünftig Sankt Josef verlassen, genauso gute Perspektiven für ihren weiteren Lebensweg hier mitbekommen haben, wie ihr“, wandte sich der Schulleiter an den Abschlussjahrgang. „Als Abschiedsgruß hinterlasst ihr eurer Schule einen wunderschönen Rot-Ahorn.“

 Der Baum sei ein passendes Symbol. Er stehe dafür, dass bei guten Bedingungen etwas Großartiges gedeihen kann. Die Hoffnung, dass er sich prächtig entwickele, gelte auch für die zukünftigen Schüler, die mit dem neuen Schulgebäude, der neuen Sporthalle und einem hoch engagierten Lehrerkollegium beste Lernbedingungen vorfänden.

 „Ein Baum steht auch für etwas Bleibendes. Er wird die Erinnerung an Euch und die Realschulzeit lebendig halten.“ Rost lud die Schüler ein, sich immer wieder einmal ihren Baum anzusehen. Und die Jugendlichen brachten eine Tafel an im Gedenken an den letzten Jahrgang der erzbischöflichen Realschule Sankt Josef.