Sportverband Bad Honnef Aegidienberg hofft auf Sporthalle

BAD HONNEF · Das Thema Sporthallenbau bestimmte auch die Jahreshauptversammlung des Sportverbandes Bad Honnef (svb). Das Credo der Vereinsvertreter: "Wir brauchen eine Dreifachsporthalle." Im September vergangenen Jahres hatte diese Problematik zur ersten außerordentlichen Mitgliederversammlung in der 36-jährigen Geschichte des Sportverbandes geführt.

 Svb-Vorstandsmitglieder am Kicker (v.l.): Marie-José Püllen, Robert Heil, Jörg Franz, Jochen Bietke und Elisabeth Hambuch.

Svb-Vorstandsmitglieder am Kicker (v.l.): Marie-José Püllen, Robert Heil, Jörg Franz, Jochen Bietke und Elisabeth Hambuch.

Foto: HOMANN

Erinnert wurde nun an den Beschluss der Delegierten, Rat und Verwaltung aufzufordern, die Errichtung einer Dreifachsporthalle für Aegidienberg in Angriff zu nehmen.

Der svb selbst hat unterdessen seinen Förderkreis SAM umbenannt in "Förderkreis Bad Honnefer Sport". Der stellvertretende Vorsitzende Jörg Franz, der für den erkrankten svb-Chef Karl-Gert Hertel die Jahreshauptversammlung leitete, sagte: "Der Förderkreis hat überlegt, wie wir Sportler das Projekt vorantreiben können. Wir warten auf den Beschluss der Politik, um in die Vollen gehen zu können. Der Förderkreis steht in den Startlöchern, um Spenden zu akquirieren." Es habe bereits positive Gespräche mit Vertretern von SPD und FDP gegeben.

Bürgermeisterin Wally Feiden berichtete, dass sich die Steuerungsgruppe Sportentwicklung drei Planungsentwürfe von kompetenten Architekten habe präsentieren lassen. Feiden: "Aber die Steuerungsgruppe ist kein Entscheidungsgremium. Jetzt muss der Sportausschuss tätig werden. Und der tagt am 2. Juli." Interessant für sie sei die vorgestellte "dreiteilbare Zweifachhalle". Sie ermögliche das Training von drei Gruppen nebeneinander, aber auch große Wettkämpfe. "Die Kosten für eine solche Halle liegen bei 3,5 bis 3,7 Millionen Euro." Geklärt werden müsse seitens der Verwaltung, was aus der Schulturnhalle wird.

Feiden: "Die Sanierung lohnt sich nicht. Wir würden gutes Geld in ein schlechtes Projekt stecken. Stattdessen sollten die nötigen Mittel in das Hallenprojekt fließen und Schulsport mit dem Bedarf der Sportvereine kombiniert werden." Feiden geht dabei von einer Größenordnung von 700 000 Euro aus. Außerdem habe sie einen Sponsor gewinnen können, der in Sachen Energietechnik das Projekt unterstützen möchte. Das bewegt sich bei einer Summe von 500 000 Euro. Der Förderkreis schätzt, ebenfalls eine halbe Million Euro einwerben zu können. Werden die 500 000 Euro hinzugerechnet, die Josef Bellinghausen für eine Sporthalle in Aegidienberg gestiftet hat, stünde unterm Strich bereits eine Summe von 2,2 Millionen Euro. Feiden sagte zudem: "Der Sport muss vom Haushalt auch etwas bekommen, auch wenn es eng ist."

Kritik übte die Verwaltungschefin an einer Tendenz in der Steuerungsgruppe. Dort habe es Äußerungen gegeben, die Halle in Aegidienberg so zu bauen, wie es die vorhandenen Mittel zulassen. Feiden: "Das ist der falsche Weg. Der Sportbedarf ist bekannt." Jörg Franz ging in seinem Bericht auf die Problematik der fehlenden Hallenzeiten ein. "Ich bin froh, dass die Vereine ein so gutes Verhältnis haben, obwohl sie mit Zähneknirschen alle in der Belegung der Hallen zurückstecken müssen."

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