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Ehrenamt in Bad Honnef: Aktive Senioren der Johanniter ziehen in neues Domizil

Ehrenamt in Bad Honnef : Aktive Senioren der Johanniter ziehen in neues Domizil

Bewährte Angebote an neuer Adresse - Die Aktiven Senioren der Johanniter in Bad Honnef sind umgezogen an die Bahnhofstraße. Allerdings müssen sie derzeit noch wegen der Pandemie pausieren.

Die Aktiven Senioren Bad Honnef gibt es seit 24 Jahren. Vor einigen Wochen zog diese ehrenamtliche Senioreninitiative des Regionalverbandes Johanniter-Unfall-Hilfe Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen von der Rommersdorfer Straße an die Bahnhofstraße um. Hier hat die Gruppe das Erdgeschoss im Haus Nummer 2 b bezogen, wo früher die Initiative Frauen für Frauen beheimatet war. Heimelige und frisch gestrichene Räume mit großen Fenstern stehen zur Verfügung, auf einigen Tischen sind Computer vorzufinden.

„Wir haben vor unserem Umzug alles komplett renoviert“, sagt Leiterin Gabriele Knoth. Unterstützung, auch finanzieller Art, gab es von den Johannitern. „Unsere alten Räumlichkeiten an der Rommersdorfer Straße, die gemeinsam mit der Sozialstation der Johanniter genutzt wurden, waren einfach zu eng geworden. Hier haben wir mehr Platz und viel Atmosphäre.“

Angebote werden nach Corona wieder aufgenommen

Corona verhinderte allerdings bisher den Start größerer Aktivitäten. Einige Senioren schauten einzeln schon mal neugierig herein. Aber bis auf Einzelgespräche konnte das neue Domizil noch nicht genutzt werden. Die Verbindung riss aber in der Corona-Zeit nicht ab. „Wir haben Kontakt über Telefon und E-Mail gehalten, im vergangenen Sommer einige Aktivitäten mit bis zu zehn Personen draußen gestartet, zum Beispiel im Reitersdorfer Park“, erzählt Gabriele Knoth bei der Vorstellung der neuen Adresse.

Etwa 70 bis 80 ältere Menschen profitieren regelmäßig von dem Angebot. Derzeit stehen ihnen und auch ihren Angehörigen 36 aktive Senioren, also Ruheständler mit Berufs- und Lebenserfahrung, als Helfer bereit. „Wer im Alter eigenständig und selbstbestimmt lebt, braucht manchmal ein wenig Unterstützung“, erläutert Natalie Brincks, Fachbereichsleiterin des Johanniter-Regionalverbandes, „oft sind es nur Kleinigkeiten, die das Leben erschweren.

Eine ganze Palette an Hilfsangeboten

Hier setzt die Hilfe der Aktiven Senioren an, und zwar ehrenamtlich und kostenfrei. Besuchs-, Fahr- und Einkaufsdienste, Gespräche, Begleitung bei Arzt- und Klinikbesuchen, kleine handwerkliche Reparaturen wie bei einem tropfenden Wasserhahn oder das Einschrauben einer neuen Glühbirne werden durchgeführt, ebenso gibt es aber auch Angebote für Menschen mit Demenz.

Hinzu kommt die Beratung: So erhalten die älteren Menschen Unterstützung beim Stellen von Anträgen, Begleitung bei Behördenbesuchen, Hilfe beim Schriftverkehr und ebenso Informationen zu ambulanter Pflege, zum Hausnotruf und bei Bedarf eines Menüservices. Das Kurs- und Gruppenangebot ist ebenfalls beliebt. So fanden sich vor Corona stets circa 20 ältere Menschen regelmäßig beim Internetcafé ein oder zum gemeinsamen offenen Frühstückstreff. Viele Vorträge sind Programm. „Beratungen, Treffen, Vorträge und Computernutzung im Internetcafé werden wir auch wieder anbieten, sobald es unter Pandemie-Gegebenheiten und bei Einhaltung von Hygieneregeln wieder möglich ist“, so Gabriele Knoth.

Nicht selten nehmen die Helfer später, wenn sie selbst Hilfe benötigen, die Angebote der Initiative in Anspruch. „Dann lässt sich der frühere Fahrer selbst fahren“, nennt Natalie Brincks ein Beispiel aus dem Alltag. „Und das ist auch die Intention der ehrenamtlichen Senioreninitiative.“