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Interview mit Jens Ostrowski: „Alfred Nourney stand gerne im Mittelpunkt“

Interview mit Jens Ostrowski : „Alfred Nourney stand gerne im Mittelpunkt“

Kurz gefragt: Der Dortmunder Autor Jens Ostrowski über die Recherchen zu seinem Buch „Die Titanic war ihr Schicksal“.

Unter den insgesamt 2208 Passagieren, die bei der Jungfernfahrt der Titanic an Bord gingen, waren 22 Deutsche. Mit ihrem Schicksal hat sich Jens Ostrowski (38) beschäftigt, Chefredakteur bei den Ruhrnachrichten in Dortmund. Im Selbstverlag veröffentlichte er jetzt sein Buch über die Deutschen auf der Titanic.

Was hat Sie veranlasst, sich mit dem Thema Titanic zu befassen?

Jens Ostrowski: Bereits in frühester Jugend hat mich das Thema interessiert, hat mich zum Journalismus gebracht. Ich habe Informationen gesammelt, die noch nicht bekannt sind. Das ist das Spannende an dem Buch: Die Menschen erhalten ein Gesicht, eine Seele. 

Nourney war eine schillernde Persönlichkeit?

Ostrowski: Unbedingt. Deshalb war er wohl einer der wenigen Deutschen, über die überhaupt berichtet wurde. Zum Teil war es totaler Quatsch – etwa die Behauptung, er habe als Glücksspieler Passagiere der ersten Klasse abgezockt. Fakt ist, dass er unter falschem Namen reiste und gerne im Mittelpunkt stand.

Gab es noch weitere Überraschungen?

Ostrowski: Eine ganze Menge. So besuchte Alfred Nourney zum Beispiel dieselbe Schule in Bad Godesberg wie Rudolf Heß; er war wie Hitlers Stellvertreter auch Mitglied der
NSDAP, aber ob es da Kontakte gab, ist nicht nachzuvollziehen. Und auch die Schicksale der anderen Deutschen bargen interessante Überraschungen.

Die Titanic war ihr Schicksal, 176 Seiten mit mehr als 300 Abbildungen, Herausgeber: Jens Ostrowski, ISBN: 9783831114665, 49,90 Euro, erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Autor: www.jensostrowski.de