Probleme mit Denkmalschutz in Bad Honnef Ist der Verfall der Denkmäler am Alten Friedhof noch aufzuhalten?

Bad Honnef · Sie stehen zum Teil seit über 130 Jahren: Das denkmalgeschützte Roeder-Mausoleum auf dem Alten Friedhof Bad Honnef sowie weitere Gebäude im Ensemble. Dass die Gebäude über Jahrzehnte keine besondere Sorgfalt erfahren haben, rächt sich jetzt.

 Das Roeder-Mausoleum, hier eine Aufnahme der Kuppel vom umgebenden Gerüst aus, ist derzeit eines von vielen Sorgenkindern der Stadt Bad Honnef. Der Erhaltungszustand ist besorgniserregend.

Das Roeder-Mausoleum, hier eine Aufnahme der Kuppel vom umgebenden Gerüst aus, ist derzeit eines von vielen Sorgenkindern der Stadt Bad Honnef. Der Erhaltungszustand ist besorgniserregend.

Foto: Frank Homann

Die Uhr tickt für die historischen Zeugen auf dem Alten Friedhof, und zwar gewaltig. Kaputte Dächer, Risse in tragenden Teilen, Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmel, ausgewaschenes Mauerwerk: Die Liste dessen, was das Mausoleum der Mila Roeder, das Mausoleum der Familie Weyermann und die Aussegnungshalle in die Knie zwingt, ist lang. Und sie wird jeden Tag länger. Die ganze Dramatik wurde die Politik klar im Fachausschuss. Und sie sah sich konfrontiert mit Handlungsoptionen, die sogar einen „kontrollierten Verfall“ sowie Abriss der Gebäude in den Blick nahmen. Oder alternativ ein mehr als sattes Sümmchen für die Restaurierung. Geld, das die Stadt, immer am Rande der drohenden Haushaltssicherung, nicht hat. Ein sprichwörtlicher Strohhalm: Man hofft auch auf Fördertöpfe, Spender und Sponsoren.