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Bad Honnef-Aegidienberg: Der Neubau eines Hallenbades beginnt

Funktionsbau in Aegidienberg : Neubau des Hallenbades in Bad Honnef beginnt

2018 hatte das alte Lehrschwimmbecken im Bad Honnefer Stadtteil Aegidienberg, das einzige Hallenbad der Stadt, wegen statischer Mängel geschlossen werden müssen. Zwei Jahre später beginnt jetzt der Bau eines neuen Hallenbades neben der Theodor-Weinz-Grundschule. Die Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant.

Anlass und Wetter waren perfekt aufeinander abgestimmt: Zum ersten Spatenstich für das neue Lehrschwimmbecken in Aegidienberg strahlte die Sonne vom makellos blauen Himmel – ideales Badewetter. Bis die ersten Schwimmgäste ihre Bahnen im neuen Becken ziehen können, dauert es allerdings noch etwas: Läuft alles nach Plan, soll der neue Bau neben der Theodor-Weinz-Grundschule im Dezember 2021 fertig sein.

Das alte Bad wurde 2019 abgerissen

„Gerade einmal anderthalb Jahre für alle Abstimmungs- und Planungsprozesse ist schon enorm schnell“, sagte Bürgermeister Otto Neuhoff.

Der Stadtchef wie auch Hans-Joachim Lampe-Booms, Leiter der Bad Honnefer Bäder, dankten allen beteiligten politischen Gremien: „Da herrschte Einigkeit über die Parteigrenzen hinweg.“ Ende 2018 musste das alte Gebäude aufgrund erheblicher statischer Mängel geschlossen werden. Im Frühjahr 2019 fielen erste Beschlüsse in den zuständigen Ausschüssen, im Herbst rollten die Bagger an und rissen das alte Bad ab. Und nun der Spatenstich für den Neubau.

„Voraussichtlich am 10. August sind Baugrube und Schotterunterbau fertig“, sagte Dirk Neugebauer, dessen Architekturbüro in Waltrop bei Dortmund die Federführung für das Projekt hat.

Sein Zeitplan sieht vor, bis Ende September die Arbeiten an der Betonplatte und bis zum Jahresende den Keller fertigzustellen. „Im Frühjahr startet dann der technische Ausbau des Bads – immer vorausgesetzt, die Corona-Entwicklung lässt es zu.“ Bislang allerdings hielten sich die Auswirkungen der Pandemie auf die Baubranche in Grenzen. „Es gab lediglich einige Pobleme bei der Materialzulieferung.“

Fernwärme versorgt das Bad

Neugebauer sieht das neue Lehrschwimmbecken vor allem als „technisches Bauwerk. Das ist kein Prestigeobjekt“, betont er. Dabei folge er Planungsprinzipien, die es wie im Fall des neuen Lehrschwimmbeckens erleichterten, auf alle Erfordernisse schnell einzugehen. „Wer kompakt plant, muss mit weniger Überraschungen rechnen.“

Bau- und Betriebskosten seien niedrig gehalten, technische und energetische Vorgaben aufeinander abgestimmt, so der Architekt. Das Gebäude erhält zum Beispiel einen Fernwärme- und Stromanschluss der Bad Honnef AG und damit Wärme aus dem benachbarten Schulzentrum. Die Wärme ist erforderlich, um das Wasser in dem 25 Meter langen und drei Bahnen breiten Lehrschwimmbecken rund um die Uhr auf etwa 27 Grad zu heizen. Dieser Prozess führt wiederum zu einer energetisch besseren und wirtschaftlicheren Auslastung der Fernwärmetechnik im Schulzentrum.

Baukosten liegen bei 4,5 Millionen Euro

Zu den technischen Besonderheiten des neuen Bads zählt auch ein Hubboden mit einer Länge von 12,5 Metern, der bis zu einer Wassertiefe von 1,80 Metern stufenlos abgesenkt werden kann. Eine spezielle Treppenanlage ermöglicht den barrierefreien Zugang in das Becken. Insgesamt 4,5 Millionen Euro soll der Neubau am Ende kosten. Neugebauer ist zuversichtlich, dass nicht nur der Zeit-, sondern auch der Kostenplan eingehalten wird: „Wir sind auf einem guten Weg.“