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Bad Honnef: Deutsches Rotes Kreuz schafft E-Bikes an

E-Bikes fürs Rote Kreuz : Mit Pedelecs schneller zum Notfall im Siebengebirge

Das DRK Bad Honnef hat mit Hilfe von Sponsoren zwei E-Bikes angeschafft. 5000 Kilometer haben die Helfer auf den Rädern schon hinter sich, für eine Reihe weiterer Einsätze sind sie fest eingeplant.

Sie wiegen jeweils 23 Kilogramm, verfügen über einen leistungsstarken Bosch-Motor und haben je nach Streckenbeschaffenheit eine Reichweite von 65 bis 90 Kilometern: Zwei elektronische Mountainbikes ergänzen jetzt den Fuhrpark des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bad Honnef. Ordentlich getestet sind die Pedelecs schon jetzt: Seit die Räder mit der geländetauglichen Bereifung im Siegfried-Westhoven-Haus an der Austraße parat stehen, wurden insgesamt schon gut 5000 Kilometer mit ihnen zurückgelegt. Viele weitere dürften in den kommenden Jahren dazu kommen.

Und das, wenn es nötig wird, über Stock und Stein: Die Räder sind dazu gedacht, um bei Sanitätswachdiensten bei Veranstaltungen wie der Volkswanderung „Sieben auf einen Streich“, dem GA-Wandertag oder Insel- und Stadtfesten noch flexibler unterwegs zu sein. Und sollen, so ist der Plan, in einer zu gründenden Bergwacht im Siebengebirge aufgehen, ein Projekt, das gemeinsam mit den Kollegen des DRK Königswinter verfolgt wird.

Positives Rückmeldungen von Besuchern im Siebengebirge

Doch schon jetzt kommen die Räder bei den Besuchern im Siebengebirge gut an, berichtete Sanitätsdienstleiter Jens Koelzer bei der offiziellen Übergabe am Mittwoch. „Wir bekommen immer ein positives Echo“, so Koelzer. Ermöglicht wurde die Anschaffung mit Hilfe zahlreicher Sponsoren sowie Unterstützung des lokalen Fachhändlers Zweirad Mäurer. Daniel Mäurer beriet das DRK nicht nur, sondern unterstützte auch bei der Beschaffung der Pedelecs, die handelsüblich für unter 6500 Euro eigentlich nicht zu haben gewesen wären.

Mäurer stellt zudem durch die lokale Nähe sicher, dass Schäden schnell behoben sind und die Räder einsatzbereit bleiben. DRK-Vorsitzender Uwe Westhoven bedankte sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung, die die Anschaffung erst ermöglicht hatten. Zumal das DRK durch den corona-bedingten Wegfall von Sanitätswachdiensten auch finanzielle Einbußen hat.

Helfer sind schneller vor Ort

„Speziell der Trend der Outdoor-Freizeit lockt die Menschen in die Natur“, so Westhoven. Was aber, wenn eine Verletzung die Freude trübt? Mit den Pedelecs, die mit Erste-Hilfe-Lenkradtaschen ausgestattet sind, sind die Helfer auf den Wanderwegen schnell vor Ort. Da Großveranstaltungen wegen der Pandemie abgesagt wurden, konzentrieren sich die Helfer aktuell auf die regelmäßige Präsenz im Siebengebirge.

Die Helfer sind mit Schutzkleidung ausgerüstet, können auch ein Funkgerät mitführen. Und konnten auf ihren Touren bislang nicht nur Tipps zur Wegstrecke geben, sondern manchem Wanderer auch schon mit einem Pflaster oder ähnlichem aushelfen. „Wir sehen uns als örtliche Hilfsorganisation in der Pflicht, den Schutz der Bevölkerung, auch bei  Veranstaltungen, zu verbessern“, so Westhoven.