Spezialfahrzeuge unterwegs Fachfirma bekämpft die Raupen des Eichenprozessionsspinners

Bad Honnef · Er ist wieder da, der Eichenprozessionsspinner. Immer ab circa Ende April schlüpfen die Larven des Schädlings. Der Kontakt mit deren Brennhaaren kann bis zu einem allergischen Schock führen. In Bad Honnef geht es dem Schädling darum jetzt an den Kragen.

 Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Bad Honnef beginnt in den kommenden Tagen. Der Kontakt mit den Raupen des Schädlings kann die Gesundheit schädigen.

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Bad Honnef beginnt in den kommenden Tagen. Der Kontakt mit den Raupen des Schädlings kann die Gesundheit schädigen.

Foto: Frank Homann

Er muss jedes Jahr aufs Neue bekämpft werden, und das aus gutem Grund: Der Kontakt der sogenannten Brennhaare des Eichenprozessionsspinners ist gesundheitsgefährdend, und beim Spaziergang werden die typischen Anzeichen für Nester des Schädlings nicht selten übersehen. Erste Raupen des Eichenprozessionsspinners wurden jetzt in Bad Honnef gesichtet. Die Stadt hat darum eine Spezialfirma mit der Bekämpfung beauftragt. Deren Spezialfahrzeuge sind in Kürze im Stadtgebiet unterwegs und gehen den Raupen an den Kragen, so die Mitteilung weiter.

Immer ab Ende April schlüpfen die Larven des Eichenprozessionsspinners. Der genaue Zeitpunkt ist dabei abhängig von der Witterung und dem Blattaustrieb der Eichen, lässt die Stadt wissen. Sobald die Raupen ihre Nester verlassen, um zu fressen, fällt auch der Startschuss zur Bekämpfung des Schädlings – so wie jetzt in Bad Honnef. Die Stadt hat dafür eine Fachfirma beauftragt. In den kommenden Tagen werden deren Fahrzeuge im Stadtgebiet zu beobachten sein. Die Mitarbeiter bringen mit großen Sprühkanonen ein biologisches Mittel in die Bäume aus.

Biologisches Mittel wird eingesetzt

Zum Einsatz kommt dabei ein Bekämpfungsmittel mit dem Wirkstoff mit lateinischem Namen Bacillus thuringiensis: ein sporenbildendes, aerobes Bodenbakterium. Es wird als Wasserlösung in die Bäume gesprüht und bleibt dann auf den Blättern haften, so dass es vom Eichenprozessionsspinner mit der Nahrung aufgenommen wird. Dabei schädigt das Mittel gezielt die Raupen des Schädlings.

Muss in jedem Jahr aufs Neue bekämpft werden: der Eichenprozessionsspinner.

Muss in jedem Jahr aufs Neue bekämpft werden: der Eichenprozessionsspinner.

Foto: Stadt Bad Honnef/Stadt Bad Honnef/Thomas Heinemann

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist notwendig, da der Kontakt mit den Brennhaaren der Raupen der Gesundheit schadet. Die Folgen sind Juckreiz, Hautausschlag und oftmals ein allgemeines Krankheitsgefühl, das über mehrere Wochen anhalten kann. In einigen Fällen kommt es auch zu Reizungen der Atemwege bis zu asthmatischen Symptomen und allergischen Schockreaktionen. Diese Brennhaare bilden die Raupen allerdings erst im dritten Larvenstadium aus, was meist gegen Ende Mai erreicht wird. Daher ist die frühzeitige Bekämpfung so wichtig, so die Stadt, damit es gar nicht erst dazu kommt.

Nester des Eichenprozessionsspinners melden

Wer auf seinem eigenen Grundstück ein Nest der Eichenprozessionsspinner entdeckt, sollte dies auf keinen Fall selbst entfernen, so die Stadt. In jedem Fall sollte man das einer Fachfirma überlassen. Wer ein Nest entdeckt, kann sich an den Fachdienst Umwelt und Stadtgrün der Stadt Bad Honnef wenden. Wie der Name schon vermuten lässt, befällt der Eichenprozessionsspinner übrigens ausschließlich Eichen.

Kontakt zum Fachdienst Umwelt und Stadtgrün der Stadt Bad Honnef unter ☏ 0 22 24/184 205.

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