Feuerwehr in Bad Honnef Auslaufendes Öl sorgt für Großeinsatz

Update | Bad Honnef · Auf dem Gelände einer Transformatorenfirma in Bad Honnef lief am Mittwochabend ein Großeinsatz der Feuerwehr. Öl lief aus einem Transformator aus.

 Die Feuerwehr Bad Honnef pumpt ausgelaufenes Öl ab.

Die Feuerwehr Bad Honnef pumpt ausgelaufenes Öl ab.

Foto: Ralf Klodt

Die Feuerwehr Bad Honnef ist am Mittwochabend zu einem Gefahrenstoffeinsatz auf das Firmengelände eines Transformatorenherstellers ausgerückt. Aus einem Transformator in einer Produktionshalle lief Öl aus.

Die Feuerwehr hatte aufgrund der Größe des Einsatzes Stadtalarm ausgerufen, wodurch alle Honnefer Feuerwehreinheiten an dem Einsatz beteiligt waren. Auf GA-Anfrage bestätigte ein Sprecher der Rettungsleitstelle Rhein-Sieg-Kreis, dass es sich bei dem Betrieb um die Firma Hitachi Energy, vormals ABB, an der Lohfelder Straße handele.

Bis zu 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz

Um 19.10 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr Bad Honnef ein. Vor Ort forderten die Einsatzkräfte Verstärkung an, sodass zeitweise 70 Feuerwehrleute im Einsatz waren. Wie Lennart Gerlach, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef, dem GA erklärte, seien aufgrund der potenziellen Gefahrenlage durch das austretende Öl auch Ordnungsamt, Energieversorger und die Untere Wasserbehörde zur Begutachtung der Einsatzstelle angerückt. Eine Gefahr für Umwelt oder Menschen schloss Gerlach vorerst aus, da das Öl bislang nicht aus dem Firmengelände hinausgeflossen sei.

Das Transformatorenöl entfernten die Feuerwehrleute mit Pumpen und Ölbindemitteln. Zwischengelagert wurde es in großen Öltanks. Die Einsatzkräfte wurden teilweise aufgrund der unbekannten Zusammensetzung des Öls mit speziellen Ölschutzanzügen ausgestattet. Ein Rettungswagen fuhr wegen möglicher Gesundheitsrisiken ebenfalls auf das Gelände. Laut Pressesprecher Gerlach wurde dieser jedoch nicht benötigt, da keiner der Einsatzkräfte oder Werksangehörigen verletzt wurde.

Am Abend rief die Feuerwehr zur Unterstützung ein spezielles Transportfahrzeug eines Entsorgungsunternehmens für Öl aus Rösrath zur Unterstützung hinzu. Der Transporter erreichte gegen 21.40 Uhr das Werksgelände.

Außerdem rückte bereits zu Beginn des Einsatzes der Verpflegungsdienst des DRK Siebengebirge mit Kalt- und Heißgetränken für die Einsatzkräfte an.

Rösrather Unternehmen pumpt noch in der Nacht Öl ab

Feuerwehrsprecher Gerlach ging gegen 21.30 Uhr von „einer statischen Lage, die aber unter Kontrolle ist“, aus. Er rechnete mit einer Einsatzdauer bis in die frühe Nacht, was sich auch bestätigte. Gerlach teilte dem GA mit, dass der Einsatz zumindest für die Feuerwehr gegen 23.30 Uhr beendet war. „Das Absaugen des Öls durch das Entsorgungsunternehmen läuft allerdings noch für eine unbekannte Zeit weiter“, so der Feuerwehrsprecher am Abend. Er ging davon aus, dass das Unternehmen noch am Donnerstagmorgen beschäftigt sein würde.

Warum das Öl auslief und um welche Menge es sich konkret handelte, konnte Pressesprecher Gerlach bis zuletzt nicht sagen.

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