Feuerwehr in Bad Honnef 80 Einsatzkräfte bekämpfen Brand in Mehrfamilienhaus in Rhöndorf

Update | Bad Honnef-Rhöndorf · Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Bad Honnef-Rhöndorf hat am Samstagmittag die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Der rasche Einfall einer Bewohnerin rettete vermutlich viele vor dem Feuer.

In einem Mehrfamilienhaus in Bad Honnef-Rhöndorf geriet ein Zimmer in Vollbrand.

In einem Mehrfamilienhaus in Bad Honnef-Rhöndorf geriet ein Zimmer in Vollbrand.

Foto: Ralf Klodt

Am Samstag gegen 10.40 Uhr wurden die Löschgruppe Rhöndorf und der Löschzug Bad Honnef zu einem Brand in einem sechsgeschossigen Mehrfamilienhaus an der Hauptstraße im Ortsteil Rhöndorf alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen Flammen aus einer Wohnung und dem dazugehörigen Balkon im vierten Geschoss des Gebäudes. Die Alarmstufe wurde daraufhin auf „Großbrand“ erhöht und zwei weitere Löschzüge aus Aegidienberg und Königswinter-Altstadt zum Einsatzort geordert.

Der ausgedehnte Brand wurde mit zwei Strahlrohren im Innen- und Außenangriff erfolgreich bekämpft. Im Einsatz war auch eine Drehleiter. Nach rund 30 Minuten war das Feuer unter Kontrolle.

Aufgrund der warmen Temperaturen kümmerte sich das DRK Siebengebirge um die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken.

Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie von Ordnungsamt, Polizei und Rettungsdienst an der Einsatzstelle. Den Grundschutz für das Bad Honnefer Stadtgebiet stellten verbliebene Fahrzeuge des Löschzugs Altstadt sicher. Der Einsatzleitwagen der Löschgruppe Oberdollendorf der Feuerwehr Königswinter koordinierte den Bereitstellungsraum.

 Hausbewohnerin Ute Wolter neben ihrem Auto.

Hausbewohnerin Ute Wolter neben ihrem Auto.

Foto: Ralf Klodt

Die Hauptstraße in Rhöndorf wurde im Zuge des Einsatzes gesperrt. Es wurde niemand verletzt. Durch den Brand sind jedoch insgesamt fünf Wohnungen vorerst nicht bewohnbar.

Hausbewohnerin rettet Mitbewohner mit rascher Idee

Ute Wolter, die mit ihrem Ehemann und zwei Hunden im ersten Geschoss des betroffenen Hauses wohnt, wunderte sich zunächst über die Glut, die auf ihr Balkon fiel. Wie sie vor Ort erzählte, dachte sie zunächst, dass jemand auf seinem Balkon rauchen müsse. Nach dem Hinausbegeben zur Rückseite des Hauses bemerkte sie gemeinsam mit dem Gärtner den Brand.

Wolter lief in die Tiefgarage, holte ihr Auto und hupte auf dem Parkplatz, um die Hausbewohner zu warnen. Die Bewohner des Hauses wurden auf das Dauerhupen aufmerksam und gingen auf ihre Balkone und Fenster. Daraufhin rief sie den Anwohnern zu, dass sie das Haus verlassen sollen. Aufgrund der schnellen Reaktion von Wolter konnten sich die Anwohner über das Treppenhaus retten.

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