1. Region
  2. Siebengebirge
  3. Bad Honnef

Bad Honnef: Straßen wegen Bauarbeiten gesperrt

Straßen gesperrt : Diese Baustellen starten am Montag in Bad Honnef

Frankenweg, Bahnhofstraße, Rheingoldweg: In Bad Honnef beginnen am Montag Bauarbeiten an verschiedenen Stellen. Ein Überblick, wo man besonders geduldig sein muss.

Wer aktuell den Parkplatz Luisenstraße ansteuert, muss schon mal Geduld aufbringen: Wegen Bauarbeiten steht bis zur Weyermannallee nur eine Spur zur Verfügung. Und beileibe nicht jeder Autofahrer sieht ein, dass, wo es vom Parkplatz runter geht auch schon einmal jemand rein muss. Was Baustellen angeht, kommt noch einiges mehr auf die Bad Honnefer zu. Vor allem die unumgängliche Erneuerung von Kanälen sorgt dafür, dass an mehreren Straßenzügen gebuddelt wird. Sperrungen und Umwege sind die Folge, vieles davon ab kommende Woche zeitgleich und für einen längeren Zeitraum. Begonnen wird unter anderem mit dem Ausbau des Frankenweges.

■ Auf dem Frankenweg – im Abschnitt zwischen Rhöndorfer Straße und Brieberichweg – geht es am Montag, 6. Juli, los mit den Arbeiten. Wie berichtet, waren die Ansichten über die Art des Ausbaus bei den Anwohnern und Politik geteilt. Eine Initiative, die einen niveaugleichen Ausbau samt Einrichtung einer Fahrradstraße forderte, scheiterte. Stattdessen beginnt der Tiefbau mit dem Ziel, eine „klassische“ Variante mit Bürgersteig umzusetzen. Gearbeitet wird in Abschnitten als Wanderbaustelle. Angefangen wird zwischen der Rhöndorfer Straße und der Einmündung Am Kirchweg. Die Straße wird jeweils bis zur Baustelle befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Veranschlagt für die Arbeiten sind etwa zwölf Monate. Fragen beantwortet beim Fachdienst Tiefbau Björn Schmidt-Markoski, ☏ 0 22 24/18 42 17, E-Mail bjoern.schmidt-markoski@bad-honnef.de.

■ Am selben Tag starten Tiefbauarbeiten am Rheingoldweg. In einem Zug werden dort der Kanal und dann die Straße erneuert. Los geht es an der Ecke zur Rommersdorfer Straße mit der Erneuerung der Versorgungsleitungen und des Kanals in offener Bauweise. Das Ganze wird ebenfalls organisiert mit einer Wanderbaustelle. Bedeutet: Gearbeitet wird jeweils auf einem 15 bis 25 Meter langen Abschnitt, die Baugrube wandert sukzessive bis zur Reichenberger Straße hinauf. Die Straße wird bis zur Baustelle von beiden Seiten befahrbar sein. Wenn die „unterirdischen“ Arbeiten beendet sind, wird die Straße ausgebaut. Dauern werden die Arbeiten etwa 15 Monate. Fragen beantwortet Andreas Hellenbrandt, ☏ 0 22 24/18 42 16, E-Mail andreas.hellenbrandt@bad-honnef.de.

Foto: grafik

■ In diesem Zusammenhang steht auch eine Sperrung der Rommersdorfer Straße an der Einmündung zum Rheingoldweg für den Durchgangsverkehr. Ab Montag, 6. Juli, bis voraussichtlich Freitag, 17. Juli, wird darum die Einbahnstraßenregelung in der Bernhard-Klein-Straße zwischen der Schülgenstraße und der Rommersdorfer Straße aufgehoben, sodass die Rommersdorfer Straße zu beiden Seiten der Sperrung erreichbar bleibt. Fragen beantwortet Marcel Gilbert, Fachdienst Straßenverkehr, ☏ 0 22 24/18 41 49, E-Mail: marcel.gilbert@bad-honnef.de .

■ Kein Straßenausbau, wohl aber Arbeiten der Bad Honnef AG (BHAG) sind Auslöser weiterer Sperrungen, so an der oberen Karl-Simrock-Straße. Die Sperrung zwischen An der Zickelburg und Menzenberg ist bereits eingerichtet und dauert voraussichtlich bis 5. August, gearbeitet wird am dortigen BHAG-Hochbehälter. Wer in der genannten Zeit zum Schloss Hagerhof oder den unterhalb der Baustelle gelegenen Häusern gelangen will, muss den Umweg über Linzer Straße und Honnefer Graben fahren.

■ An die Kanalerneuerung in der Fußgängerzone erinnern vom Verfahren her die Arbeiten an der Kanaltrasse von der Bahnhofstraße durch die Mülheimer Straße und der Kirchstraße, dann unter der Linzer Straße und bis zum Annapfad. Vorboten der insgesamt etwa auf eineinhalb Jahre angelegten Arbeiten sind die Sperrung der Bahnhofstraße in Höhe der Luisenstraße sowie halbseitige Arbeiten an der Luisenstraße. In einem zweiten Bauabschnitt wird danach an der Mülheimer Straße gearbeitet. Größtenteils erfolgt der Kanalbau unterirdisch wie eben auch schon bei der großen Kanalerneuerung in der Fußgängerzone. Auf der Kreuzung von Kirchstraße und Mülheimer Straße sowie unterhalb der Linzer Straße an der Einmündung Kirchstraße/Mühlenpfad werden allerdings größere Baugruben angelegt, von denen aus der Kanal unterirdisch vorgetrieben wird. Die Anlieger der Mülheimer Straße und der Kirchstraße können damit ihre Grundstücke im Wesentlichen erreichen, teilt die Stadt mit. Unterirdisch geht es dann schließlich weiter unter der Linzer Straße, die nicht beeinträchtigt wird, bis zum Annapfad; lediglich der Fußweg am Annapfad muss in dieser Zeit gesperrt werden. Hintergrund sind die immer strengeren Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie und damit der Schutz des Ohbaches, der nicht mehr wie bisher bei starken Regenfällen als Abschlag der öffentlichen Kanalisation dienen darf. Begonnen wurde mit der Umsetzung des Gesamtkonzepts bereits 2011, damals wurde ein großer Stauraum-Kanal in der Alexander-von-Humboldt-Straße gebaut. Den Abschluss des Konzeptes bildet ein neues Abschlagsbauwerk Richtung Rhein. Dann werden alle alten Einleitungen in den Ohbach außer Betrieb genommen. Fragen beantwortet Martin Leischner im Abwasserwerk, ☏ 0 22 24/18 42 19, E-Mail: martin.leischner@bad-honnef.de

■ Auch an der Bungertstraße in Aegidienberg wird ab Montag, 6. Juli, gearbeitet. Gestartet wird von der Himberger Straße aus mit der Erneuerung der Versorgungsleitungen und der Kanalisation; auch hier „wandert“ die Baugrube von jeweils 15 bis 25 Metern. Von beiden Seiten aus können Anlieger und Besucher jeweils bis zur Baustelle fahren, so die Stadt. Etwa ein Jahr werde es dauern, bis auch der folgende Ausbau abgeschlossen ist. Fragen beantwortet die Fachdienstleiterin Tiefbau Jutta Schmidt, ☏ 0 22 24/18 41 94, E-Mail: jutta.schmidt@bad-honnef.de.

Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für alle Einschränkungen. Zu den Bauarbeiten heißt es, Anlieger würden jeweils zeitnah informiert, sollten ihre Grundstücke nur eingeschränkt erreichbar sein. Provisorische Zugänge und erforderliche Zufahrten würden direkt mit den Betroffenen abgestimmt.