Stadtfest Ende Mai fällt aus Warum das Rosenfest in Bad Honnef abgesagt werden muss

Bad Honnef · Die Stadtfeste in Bad Honnef sind überregional bekannt und ziehen Tausende in die Innenstadt. Auf eines der Events müssen der Einzelhandel sowie die Besucherinnen und Besucher 2024 verzichten. Warum, erklären Veranstalter und Stadt.

 Das Rosenfest in Bad Honnef, hier eine Archivaufnahme, ist abgesagt.

Das Rosenfest in Bad Honnef, hier eine Archivaufnahme, ist abgesagt.

Foto: Frank Homann

Schlechte Nachrichten für die Bad Honnefer Innenstadt: Das Rosenfest mit Wein- und Genussmarkt, eigentlich terminiert für Ende Mai, findet nicht statt. Innenstadtfeste seien immer schwieriger zu finanzieren, teilen der Verein Centrum als Ausrichter und die Stadt Bad Honnef zur Absage mit. Stattdessen wolle man sich 2024 auf die Schlemmerabende, den überregional bekannten Martinimarkt im Herbst sowie das Kaminzimmer zur Weihnachtszeit konzentrieren.

Schuld daran, dass der Bad Honnefer Veranstaltungskalender zumindest in diesem Jahr um ein Stadtfest inklusive verkaufsoffenem Sonntag ärmer ist, seien die „allgemeinen Kostensteigerungen der vergangenen Monate und deutlich gestiegene Kosten in Gewerken, die zur Durchführung von Veranstaltungen in Anspruch genommen werden“, heißt es. Diese Entwicklung habe vor den Innenstadtfesten in Bad Honnef nicht Halt gemacht. Der Verein Centrum und die Stadt hätten das in einer Krisensitzung erörtert – mit dem Ergebnis, dass nur rund drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn das Rosenfest mit dem angegliederten Wein- und Genussmarkt komplett ad acta gelegt wurde.

Die Stadt hat in diesem Haushaltsjahr ein Sponsoring der Innenstadtfeste in Höhe von 17.800 Euro vorgesehen sowie unentgeltliche Unterstützung durch das Ordnungsamt und den städtischen Bauhof angekündigt. Trotzdem habe sich abgezeichnet, dass die Durchführung des Rosenfestes für den Verein Centrum „eine große finanzielle Herausforderung wäre“. Aufgrund gestiegener und weiter steigender Kosten sei damit zu rechnen, dass auf den Verein eine Unterdeckung „im vierstelligen Bereich“ zukomme, so Jürgen Kutter vom Centrums-Vorstand. „Wir organisieren die Veranstaltungen als ehrenamtlicher Verein. Bei steigenden Kosten und rückläufiger Bereitschaft von Sponsoren entstehen bei Veranstaltungen Defizite, die wir mit unseren Mitgliedern nicht auffangen können“, hieß es am Dienstag. Das wirtschaftliche Risiko sei nicht tragbar.

In Abstimmung mit der Stadt sei darum die Absage des Rosenfestes für 2024 beschlossen worden. „Wir bündeln unsere finanziellen und personellen Kräfte in diesem Jahr bei den Schlemmerabenden, dem Martinimarkt und dem Kaminzimmer. Die Zeit bis zum Herbst wollen wir nutzen, Lösungen für die steigenden Kosten zu entwickeln“, so Kutter.

Zu hohes wirtschaftliches Risiko

Die Absage sei für die Innenstadt ein Verlust, bedauert Bürgermeister Otto Neuhoff: „Die Entscheidung des Vereins ist nachvollziehbar.“ Viele Menschen und der Einzelhandel hätten sich auf das Fest gefreut. Positiv sei, dass der Verein am Rosenfest grundsätzlich festhalten und die Zeit bis 2025 nutzen wolle, um Lösungen für die Zukunft der Veranstaltung zu finden.

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