Skurriles im Winter Besen friert stehend vor Haustür fest

Bad Honnef · Zaubern zu können, hätte sich mancher in diesen Tagen gewünscht, als er Schneeschaufel und Besen schwang. Auch GA-Redakteurin Claudia Sülzen räumte Einfahrt und Gehweg. Und erlebte etwas, das tatsächlich an Hexerei erinnerte.

Hex-hex“: Bei nicht wenigen Eltern dürfte dieser Ausruf Erinnerungen wecken an die Zeit, da eine gewisse Bibi Blocksberg zum alltäglichen Hörspiel-Repertoire gehörte. Zauberhaftes in Endlosschleife: Die Geschichten um die kleine Hexe, ihren Dauer-Widersacher Bürgermeister Dr. Dr. Presssack (!) und dessen Sekretär Paul Pichler dudelten ohne Unterlass durchs Haus oder verkürzten der Tochter lange Autofahrten. Und ließen letztere für die geplagten Eltern umso länger erscheinen.

Einfach mal hexen können: Nicht nur die kindliche Fantasie wird zuweilen beflügelt von diesem Gedanken. Etwa dann, wenn in aller Herrgottsfrühe im Düstern der Gehweg vom Schnee befreit werden muss. Also rein in die Winterschuhe, raus in die klirrende Kälte. Und dann frisch ans Werk, das dank ungeahnter Schneemengen dieser Tage echten Einsatz erforderte.

Nach getaner Arbeit wurde der Besen in die Ecke gestellt – nicht allzu weit weg, schließlich sollte es ja weiter schneien. War es einfache Physik oder doch ein Quäntchen Zauberei: Wenige Stunden später hatte der Besen seine Position selbsttätig verändert und verharrte nun festgefroren und zumindest scheinbar schwerelos, als wolle er sein Werk demnächst ohne menschliches Zutun verrichten.

„Gestatten, Kartoffelbrei!“, kommt einem da frei nach dem gleichnamigen Hexenbesen von Bibi Blocksberg in den Sinn. Gefegt hat unser Besen dann aber leider nicht alleine. Von wegen „Hex-hex“. Aber man wird ja mal träumen dürfen.

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