Ursache weiter ungeklärt Kripo schließt technischen Defekt bei Brand in Bad Honnef aus

Bad Honnef · Nach dem verheerenden Brand in einem Gebäudekomplex in Bad Honnef Ende vergangener Woche lässt sich nicht zweifelsfrei klären, wie es zu dem Brand gekommen war. Das ist der Ermittlungsstand.

 Über Stunden haben Feuerwehrleute einen Brand im Gebäudekomplex an der Hauptstraße in Bad Honnef bekämpft.

Über Stunden haben Feuerwehrleute einen Brand im Gebäudekomplex an der Hauptstraße in Bad Honnef bekämpft.

Foto: Ralf Klodt

Die Ursache des Feuers, das Ende der vergangenen Woche im Keller auf dem Areal von Wilhelm-, Haupt- und Bismarckstraße in Bad Honnef ausgebrochen war, lässt offenkundig auch nach den Ermittlungen von Kriminalpolizei und Versicherer Fragen offen. Wie die Polizei Bonn auf Anfrage mitteilte, werde ein technischer Defekt definitiv ausgeschlossen. Ob es sich um fahrlässige oder gar vorsätzliche Brandstiftung handele, sei aber zugleich offen, so Polizeisprecher Simon Rott zum GA.

Wie berichtet, war am Donnerstag vergangener Woche im verwinkelten Keller des Wohnkomplexes ein Feuer ausgebrochen. Über Stunden kämpften Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr dort gegen die Flammen an. Unter anderem, dass in manchem Kellerabteil viel brennbares Material wie Kartons gelagert war, machte es den ehrenamtlichen Kräften schwer, die Flammen zu ersticken. Die starke Rauchentwicklung erschwerte zudem den Einsatz der Retter. Verletzte, vom Verdacht auf Rauchgasintoxikation, gab es zum Glück nicht zu beklagen.

Anwohner in Hotel untergebracht

Der Einsatz der ehrenamtlichen Kräfte dauerte die ganze Nacht. Zahlreiche Bewohner wurden evakuiert, eine Reihe davon schließlich mit Unterstützung des Ordnungsamtes vorübergehend in einem Hotel untergebracht. Zwei Wohnungen blieben nach dem Brand vorerst unbewohnbar. Andere Bewohner kehrten schon am Folgetag in ihre Wohnungen zurück, mussten dort aber vorerst ohne Strom auskommen. Wie die Bad Honnef AG als Netzbetreiber mitteilte, habe die Versorgung aus ihrer Sicht wieder hergestellt werden können. Allerdings hänge das von weiteren Arbeiten im Gebäude selbst ab. Zahlreiche Handwerker waren dort etwa am Dienstag im Einsatz.

Am Montag nahmen zuvor Experten der Kriminalpolizei sowie ein Sachverständiger der Versicherung den Brandort in Augenschein. Ergebnis, so Rott auf GA-Nachfrage: Ein technischer Defekt könne definitiv ausgeschlossen werden. Ob es sich vielmehr um eine fahrlässige oder gar vorsätzliche Brandstiftung handele, sei offen. Hinweise für die eine oder andere Möglichkeit könnten gegebenenfalls einen neuen Ermittlungsansatz ergeben, so Rott.

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