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Dankmedaille der Stadt Bad Honnef: Dank und Anerkennung für Ernst Specht

Dankmedaille der Stadt Bad Honnef : Dank und Anerkennung für Ernst Specht

Die Zeitschrift „Die Brücke“ trägt seine Handschrift: Seit 2004 ist Ernst Specht Vorsitzender des gleichnamigen Vereins und Chefredakteur der Publikation speziell für die ältere Generation. Jetzt wurde der 75-jährige Bad Honnefer mit der Dankmedaille für Bürgerengagement und Traditionspflege ausgezeichnet.

Die Überraschung war groß für Ernst Specht. Bürgermeister Otto Neuhoff überreichte dem 75-Jährigen die Dankmedaille der Stadt für Bürgerengagement und Traditionspflege, coronabedingt an der Haustür. Umso herzlicher die Worte des Stadtoberhaupts: „Wer über so viele Jahrzehnte beharrlich ein Ziel verfolgt, hat die Ehrung der Stadt Bad Honnef verdient. Sie haben sich bereits für den Dialog mit den Senioren eingesetzt, als das Thema noch nicht so im Fokus stand. Auch in der Kommunalpolitik haben Sie sich engagiert und für die FDP im Rat und in Ausschüssen gewirkt“, so Neuhoff in seiner Laudatio.

Wahl-Bad Honnefer seit 40 Jahren

Vor exakt 40 Jahren war Ernst Specht nach Bad Honnef gezogen. Als am 2. November 1989 die Zeitschrift „Die Brücke“, die speziell die ältere Generation ansprechen soll, gegründet wurde, war er mit Feuereifer dabei. Der gebürtige Stuttgarter war bereits Gründungsvorsitzender und seit 2004 bis jetzt ständig Vorsitzender und Chefredakteur der Publikation. Insgesamt 20 Jahre stand er an der Spitze, nur unterbrochen durch beruflich bedingte Auslandsaufenthalte.   

 Anlass für die Verleihung der Dankmedaille war, dass Ernst Specht als Vorsitzender des Vereins Brücke ausscheidet. Der Verein hat es sich von Beginn an zur Aufgabe gemacht, die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit in der Altenhilfe zu fördern. Viermal im Jahr wird „Die Brücke“ derzeit gedruckt und kostenlos verteilt. „Ernst Specht hat als Vorsitzender und Chefredakteur mit großer Leidenschaft und journalistischem Fingerspitzengefühl dafür gesorgt, dass diese Zeitung regelmäßig erscheinen konnte“, hieß es in der Antragsbegründung von Annette Stegger, die Ernst Specht für die Verleihung der Dankmedaille vorgeschlagen hatte.

Die Zeitschrift ist nicht nur wegen ihres Serviceteils sehr gefragt, sondern auch die unterhaltsamen Geschichten, die den Inhalt des Blattes abrunden, sind beliebt beim Lesepublikum. Auch die Seniorenbeauftragte der Stadt Bad Honnef informiert in einer Kolumne regelmäßig über Beratungsangebote und Aktuelles.

Sozialpolitik ist sein Herzensthema

Ernst Specht war außerdem von 2011 bis 2014 Mitglied im Rat der Stadt Bad Honnef und wirkte viele Jahre in Ausschüssen für die Fraktion der FDP mit – wie etwa dem Jugendhilfeausschuss. Das Soziale und die Jugendpolitik lagen Ernst Specht immer besonders am Herzen. „Das Zusammenwirken von Jung und Alt ist wichtig, es kommt darauf an, sich gegenseitig zu unterstützen. Von welcher Bedeutung das ist, zeigt sich gerade jetzt in Corona-Zeiten“, so Specht, der die Dankmedaille auch mit seiner Frau Fanta Tortor Sesay-Specht, mit der er seit 40 Jahren glücklich verheiratet ist, „teilen“ möchte. Sie betreute und organisierte zum Beispiel ehrenamtlich auch den Einsatz von Teams der Sektion Siebengebirge von Interplast Germany in ihrem Heimatland Sierra Leone oder sammelte außerdem Spenden für das von Ebola stark betroffene Gebiet, war ebenso für Diacor und Johanniter in Bad Honnef aktiv.

Ernst Specht, von Hause aus Diplom-Handelslehrer, leitete viele Jahre für die Friedrich-Naumann-Stiftung Projekte in Sachen Wirtschaft und Politik in Afrika und Lateinamerika. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung mit der Dankmedaille, die völlig unerwartet ist für mich“, meinte Specht, nachdem Bürgermeister Neuhoff ihm die Medaille und einen Blumenstraß überreicht hatte.