Parkkindergarten Hagerhof Der Matschtisch begeistert die Kinder

BAD HONNEF · Kinder, Eltern und Mitarbeiter des Parkkindergartens Hagerhof hatten am Wochenende allen Grund zu feiern: Schließlich war der jährliche Kennenlern-Nachmittag diesmal zugleich auch ein Einweihungsfest, auf das man in der Einrichtung lange hingearbeitet hatte.

 Wasser marsch: Kinderhaus-Geschäftsführer Hansjörg Tamoij (links) und die Kita-Crew weihen die Matschecke ein.

Wasser marsch: Kinderhaus-Geschäftsführer Hansjörg Tamoij (links) und die Kita-Crew weihen die Matschecke ein.

Foto: Neal Graham

Nach dreimonatiger Bauzeit verfügt das Montessori-Kinderhaus an der Bernhard-Klein-Straße nun nämlich über ein von Grund auf renoviertes Außengelände sowie eine neue Kücheneinrichtung.

Rund 20.000 Euro hat sich der Kindergarten das Küchen-Equipment kosten lassen. Von Zulieferern eingekaufte warme Gerichte gehören damit nun der Vergangenheit an. Stattdessen werden die Mahlzeiten in Absprache mit den Kindern im sogenannten "Cook and Chill"-Verfahren bestellt, das heißt: frisch gekocht, heruntergekühlt, an den Kindergarten geliefert und dort mit dem neu angeschafften Heißkombidämpfer aufbereitet und angerichtet. "Wir können damit sicherstellen, dass für eine gesunde, ausgewogene Ernährung gesorgt ist", erklärt Kita-Leiterin Nora Grohe. "Das Essen schmeckt frisch und die Vitamine bleiben erhalten."

Das neue Verfahren stelle einen Qualitätssprung dar und sei ein gelungener Mittelweg zwischen eingekauften warmen Mahlzeiten und vollwertigem Selbstgekochtem, wofür es jeweils schlichtweg an Ressourcen mangele, so Grohe. Beilagen werden hingegen auch in Zukunft stets im Kindergarten selbst zubereitet, unter anderem auf der ebenfalls neuen Induktionsherdplatte.

Im Rampenlicht stand vor allem jedoch das rundum sanierte Außengelände. Diese Arbeiten seien noch einmal wesentlich anstrengender gewesen als der Umbau des Hauses, sagte die Kita-Leiterin - doch die Mühen haben sich gelohnt. Wo vorher die Fundamente der alten Anlagen vor sich hin verrotteten, lockt nun ein abwechslungsreiches Spielparadies zum Klettern und Toben.

Die Grundstruktur der Außenanlage ist gleich geblieben, doch die Geräte sind allesamt nigelnagelneu. "Unser Hauptanliegen war es, diesen Bereich den aktuellsten Sicherheitsstandards entsprechend zu gestalten", betonte Geschäftsführer Hansjörg Tamoj.

Stolze 120.000 Euro war dem Kinderhaus die Außensanierung wert. Dabei lag ein eigener Bereich für U 3-Kinder, in dem die Kleinsten behütet umhertollen können, den Betreuern besonders am Herzen - ein buntes Spieltürmchen inklusive. Der Förderverein finanzierte unterdessen aus Spendengeldern einen Matschtisch, der von den Kindern mit Begeisterung angenommen wurde.

Voll des Lobes war auch die Stadtverwaltung: Der stellvertretende Bürgermeister Peter Profittlich gratulierte Kindergartenleitung und Förderverein im Namen der Stadt zum gelungenen Abschluss der Umbauprojekte. Tamoj und Grohe zeigten sich zuversichtlich, mit den neuesten Verbesserungen gut für die Zukunft gewappnet zu sein.