Kommentar zum Schilder-Schilda in Bad Honnef Ein Armutszeugnis

Meinung | Bad Honnef · Seit mehr als 50 Jahren veranstaltet der Skiclub Bad Honnef die beliebte Volkswanderung „Sieben auf einen Streich“. Im Vorfeld der Europa-Wahl sorgen Plakate an Start und Ziel für Verdruss. Die Stadt hätte dafür sorgen können, dass es nicht so weit kommt, findet GA-Autorin Claudia Sülzen.

Alleine 1500 Wandersleute machten im vergangenen Jahr beim Wander-Event „7 auf einen Streich“ im Siebengebirge mit.

Alleine 1500 Wandersleute machten im vergangenen Jahr beim Wander-Event „7 auf einen Streich“ im Siebengebirge mit.

Foto: Frank Homann

Schilder-Schilda lässt grüßen. Seit mehr als 50 Jahren gibt es die Volkswanderung „7 auf einen Streich“ des Bad Honnefer Skiclubs. Und jetzt, nur wenige Tage vor der 51. Auflage, stolpern neutrale Beobachter und die Ausrichter ganz zufällig über ein im Wortsinn sperriges Problem: großflächige Wahlplakate zur EU-Wahl, die die Veranstaltungsfläche an der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 66 nicht nur optisch, sondern auch physisch deutlich verkleinern. Und was tut die Stadt? Sie zieht sich zurück auf verfassungsmäßige Rechte der Wahlwerbung. Ein Armutszeugnis.