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business@school am Siebengebirgsgymnasium: Forum für junge Wirtschaftsweisen

business@school am Siebengebirgsgymnasium : Forum für junge Wirtschaftsweisen

Wenn es nach fünf Sibi-Schülern ginge, sollte das Einrichtungshaus Walkembach auch auf der Düsseldorfer Kö eine Filiale eröffnen - das "Walkembach 2.0". Sie nahmen am Projekt "business@school" des Siebengebirgsgymnasiums teil.

Ihr Auftrag in Wettbewerbs-Phase II: die Analyse eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens aus der Umgebung. Insgesamt vier Gruppen mit jeweils fünf Schülern der Stufe Q 1 beteiligen sich an diesem Wettbewerb.

Vor einer gestrengen Jury trugen die Teams im Ratssaal ihre Ergebnisse vor. Auch Bürgermeister Otto Neuhoff war unter den Besuchern: "Ohne Ehrgeiz wird man bei diesem Wettbewerb nichts." Er bedankte sich bei den Unternehmen, die zur Teilnahme bereit waren. "Warum ein Walkembach 2.0 ausgerechnet in der Landeshauptstadt?", hakte die Jury nach. Wäre eine Erweiterung nicht auch im näheren Umkreis möglich?

Den Zuhörern imponierte aber auch die freie und fröhliche Präsentation der Gruppe "Treff Sportcafé". Die Schüler hatten das Lokal, in dem Fußballbegegnungen übertragen werden, vier Wochen lang in Schichten besucht.

Eine anderes Schülerteam hatte sich das Geschäftsmodell der IBA-Musikschule genau vorgeknöpft.

Tief in die Zahlen gekniet hatte sich Team B, das Nölken Hygiene Products in Windhagen untersucht hatte. Das Unternehmen produziert etwa Stilleinlagen. Diese Mannschaft mit Jerald Birenfeld, Pia Gorkow, Carolin Groß, Sebastian Kühn und Jonas Thelen trug am Ende den Sieg davon. Ihr Tipp an die Firma: die Verpackung automatisieren. Jonas: "Das gibt 400 000 Euro Ersparnis." Auf Platz zwei kam das Team "Treff Sportcafé" vor IBA und Walkembach. Bernd Zettelmeyer, der zur Jury gehört und das Sibi von Anfang an als Coach bei business@school unterstützt, hatte für jede Mannschaft lobende Worte und Tipps.

Der Wettbewerb der Boston Consulting Group ermöglicht Schülern, sich Wirtschaftswissen anzueignen. Unterstützung erhalten sie von Lehrern und Fachleuten. Nachdem die Gruppen in Etappe eins ein Dax-Unternehmen durchleuchten mussten, prüften sie nun einen Betrieb ihrer Wahl aus der Region. In Phase drei ist die eigene Geschäftsidee gefragt. Wer dann siegt, vertritt das Sibi beim NRW-Regionalentscheid.

KURZ GEFRAGT

Sarah Lang (28) unterrichtet Deutsch, Sozialwissenschaften und Wirtschaft und betreut den Kursus "business@school". Mit der Studienrätin sprach Roswitha Oschmann.

Wie werten Sie die Leistungen?
Sarah Lang: Sehr positiv. Vor zwei Wochen war Generalprobe. Ich bin überrascht, wie die Präsentation noch aufpoliert wurde.

Wie kommen die Schüler immer wieder an Unternehmen heran?
Lang: Wir führen das Projekt jetzt zum zwölften Mal durch. Es wird in der Tat immer schwerer, neue Unternehmen zu finden. Bad Honnef ist "abgegrast". Diese Phase II fiel in das Weihnachtsgeschäft. Sich noch zusätzlich mit den Schülern befassen zu müssen, ist eine starke Belastung für die Unternehmer. Unser Dank kann nicht hoch genug sein.

Fällt es auch schwer, Schüler für business@school zu gewinnen?
Lang: Nein. Das Projekt ist zwar super aufwendig. Aber es fällt so viel Erfahrung und Wissen ab. Neben wirtschaftlichen Kenntnissen stehen auch Softkills wie Teamfähigkeit, Organisationsfähigkeit oder Arbeiten unter Zeitdruck im Vordergrund.