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Nach Absage des Krönungsfests: Hilfsprojekt des Aalkönigkomitees „Aranka hilft“ geht weiter

Nach Absage des Krönungsfests : Hilfsprojekt des Aalkönigkomitees „Aranka hilft“ geht weiter

Das Bad Honnefer Aalkönigkomitee hat das Krönungsfest abgesagt - doch die Unterstützung für soziale Projekte geht weiter. Das Komitee plant Aktionen, um wie bisher Sponsoren und private Spender zu begeistern.

„Aranka hilft“: Seit vielen Jahren steht dieser Slogan für soziales Engagement, das ermöglicht wird durch den Erlös der Aalkönigfeste. „Aranka schlägt Wellen“: Unter diesem Motto steht eine Reihe von Aktionen, mit der das 2003 zur Rettung des Aalschokkers Aranka gegründete Komitee und der Stadtjugendring als Koordinator des „Netzwerks gewaltfrei“ dafür sorgen wollen, dass die geförderten Projekte – um im Bild zu bleiben – weiterhin genug Wasser unter dem Kiel haben. Den ersten Aufschlag gibt es von Donnerstag, 28. Mai, bis Donnerstag, 4. Juni, mit einem Sponsorenlauf der besonderen Art: Jeder für sich, aber alle gemeinsam für die gute Sache. Das klare Signal, so Komitee-Mitglied Fabian Ost und Marius Nisslmüller, Vorsitzender des Stadtjugendrings: Auch ohne Aalkönigfest, die Projekte und deren Unterstützung reißen nicht ab.

„Die Botschaft ist uns wichtig: Wir stehen hinter den Projekten“, so Fabian Ost. Wie berichtet, hatte das Aalkönigkomitee das Krönungsfest 2020 absagen müssen. „Natürlich ist uns das schwer gefallen, aber das Risiko wäre zu groß gewesen“, so Ost. Es sei nicht absehbar, wie sich die Corona-Lage entwickele – nicht zuletzt wäre das organisatorisch schwierig, da das Fest von langer Hand vorbereitet werden muss. Vor allem aber: Die Gesundheit habe Vorrang.

Förderung von zehn Projekten zur „Gewaltprävention“

Damit einher geht: Es tut sich eine Lücke auf, um wie aktuell in 2020 auch 2021 wieder sicher zehn Projekte unter der Überschrift „Gewaltprävention“ zu fördern. Bekanntlich unterstützt das Komitee aus dem Erlös des Festes soziale Projekte jährlich mit 30.000 bis 35.000 Euro. Seit 2014 ist das Engagement im „Netzwerk gewaltfrei“ gebündelt, das mit dem Stadtjugendring und dem Jugendamt aus der Taufe gehoben wurde.

Alleine 2020 profitieren wieder zehn Projekte, darunter neue und solche, die seit Jahren begleitet werden. Um Beispiele zu nennen: Gefördert werden etwa Medienprävention in Regie der Familien- und Erziehungsberatungsstelle, das seit Jahren erfolgreiche Band-Projekt „Rhein Refugees“ oder auch eine Stabilisierungsgruppe und das Projekt „Nein heißt Nein“ gegen sexualisierte Gewalt des Frauenzentrums. „Beeindruckende und extrem wichtige Projekte“, so Ost. Zumal, wie Nisslmüller ergänzt: Das Rezept, die Akteure und ihre Ideen zu vernetzen, trage Früchte, sorge für eine große Akzeptanz – und nachhaltige Wirkung in die Gruppe derer, die davon profitieren. So gibt es erstmals ein gemeinsames Projekt von „Bad Honnef tanzt“ und dem Haus Hohenhonnef, nachdem beide schon mit eigenen Projekten beteiligt waren.

Erste Aktion startet bereits am Donnerstag

Klar ist auch: Ohne Förderung würde manches Projekt nicht gefördert werden können – und damit wegfallen. Ost: „Dabei ist Stabilität hier besonders wichtig.“ Damit der „worst case“ ausbleibt und keine „Delle“ entsteht, plant das Komitee Aktionen, um wie bisher Sponsoren und auch private Spender „zu begeistern“. Die erste Aktion startet schon an diesem Donnerstag: die „Aranka-Aktivitäts-Challenge“. Egal ob joggend, walkend, radelnd, rudernd oder rollerbladend: Jeder kann mitmachen, eine Strecke wählen, die entweder in Sichtweite der Aranka startet oder endet, oder außerhalb Honnefs eine andere Strecke wählen und pro zurückgelegtem Kilometer einen Euro für die gute Sache spenden. Auch Kinder können mitmachen, indem sie Sponsoren für den „Kilometer-Bonus“ finden. Wer will, kann sein „Aranka-Challenge-Selfie“ auf der Facebookseite des Komitees posten und so andere motivieren, mitzumachen – selbstverständlich alles unter Wahrung der coronabedingten Kontaktbeschränkungen.

Eine Streckenauswahl gibt es auf der Webseite des Stadtjugendrings. Namhafte Unterstützung ist der Aktion sicher. So ist der amtierende Aalkönig, NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, schon mit einer Videobotschaft an Bord, weiteres soll folgen. Dass es an Ideen und Engagement nicht mangelt, dafür mag auch das Beleg sein: 18 Anträge lagen für 2020 vor, ein theoretisches Fördervolumen von rund 60.000 Euro. Ausgeschüttet wurden gut 38.000 Euro, darunter eine Sonderförderung der „aktion weltkinderhilfe“ für den Bauspielplatz Aegidienberg. Abgesagt werden musste leider das inklusive Fußballturnier mit Hohenhonnef im Juni. Ost: „Aber auch da lautet unser Signal: Wir machen weiter, nächstes Jahr wird es das Turnier geben.“