Neues Angebot von „Gemeinsam statt einsam“ Initiativkreis richtet Tanzveranstaltung im Weinhaus Broel aus

Bad Honnef · Früher gab es sie in fast jedem Ort: Cafés und Gaststätten, in denen Tanznachmittage ausgerichtet wurden. Dass Tanzen nicht nur Gleichgesinnte gesellig zusammenbringt, sondern auch gesund ist, wissen auch die Aktivposten der Initiative „Gemeinsam statt einsam“ - Grund genug, ein neues Format anzubieten.

 Mit ihren Veranstaltungen, hier eine Archivaufnahme, erfährt die Initiative „Gemeinsam statt einsam“ immer größere Resonanz.

Mit ihren Veranstaltungen, hier eine Archivaufnahme, erfährt die Initiative „Gemeinsam statt einsam“ immer größere Resonanz.

Foto: Frank Homann

Heute gibt es sie nicht mehr, die Cafés und Restaurants, in denen fröhlich getanzt wurde. „Schwofen wie in alten Zeiten – gemeinsam tanzen“ lautet das Motto einer neuen Veranstaltungsreihe der Initiative „Gemeinsam statt einsam“. Los geht es am Mittwoch, 21. Februar, im Weingut Broel. Zwei Stunden lang wird ein Discjockey Platten auflegen und Senioren ab 60 aus der Reserve locken.

„Es ist geplant, künftig einmal im Monat diesen Tanznachmittag durchzuführen“, sagt Susanne Langguth von der Seniorenvertretung Bad Honnef, die das Konzept zusammen mit Bündnis Familie, Gesundes Bad Honnef und dem Fachdienst Soziales, Integration und Ehrenamt organisiert. Unberührt davon bleibt der „Gemütliche Kaffeeklatsch“, den dieses Orga-Kleeblatt der Ü 60-Generation bereits alle vier Wochen im evangelischen Gemeindehaus anbietet. Einhundert Besucher wurden da zuletzt gezählt.

Auch für den Tanznachmittag erhoffen sich die Veranstalter ähnlichen Zuspruch. „Dieses Thema tragen wir schon lange im Herzen“, so Langguth. Denn dem Tanzen würden sehr viele positive Eigenschaften für Leib und Seele zugeschrieben – das gelte nicht nur für junge Menschen, sondern auch für Senioren. „‚Es gibt nichts Besseres, als im Alter zu tanzen. Tanzen hält gesund und fit, auch im Kopf. Tanzen schafft soziale Kontakte, Geselligkeit und Freude im Alltag. Tanzen macht glücklich‘“, führt Langguth gängige Pluspunkte auf.

Ob Paare oder Singles – alle sind willkommen. „Wir möchten ein niederschwelliges Angebot schaffen.“ Dazu passt: „Einen Dresscode gibt es nicht.“ Ob in Jeans und Turnschuhen oder im Anzug oder im feinen Kleid – jeder ist willkommen im Weingut Broel, wo Wein, Wasser und Säfte ausgeschenkt werden. „Wir haben lange nach einem passenden Raum gesucht, es war nicht einfach, etwas zu finden.“

Zusammen mit Helga Ebel-Gerlach vom Verein „Gesundes Bad Honnef“ ging Langguth in Bergisch-Gladbach spinxen. Dort ist solch ein Seniorentanz bereits ein Renner, sogar zweimal im Monat. „Das war Gänsehautgefühl, wie viele Menschen dort mitmachten.“ Kaum ertönte die Musik, strömten alle auf die Tanzfläche. Besonders beeindruckt waren die „Spione“ aus Bad Honnef von einem Paar über 80 – er im dunklen Anzug, sie im roten Spitzenkleid. Die beiden legten als erste los zur Musik, für die DJ Volker aus Troisdorf sorgte. „Das war herzerwärmend. Auch die Singles und die vielen Frauen unter ihnen bewegten sich wie ganz selbstverständlich auf der Tanzfläche.“ Der DJ wurde gleich „eingekauft“ von den Honnefern.

Wer nur schauen möchte, ist ebenso willkommen. Laura Solzbacher vom Bündnis Familie zeigte sich erfreut über das neue Angebot für Senioren. Und Fachdienstleiterin Nadine Batzella, die das Vorhaben über die Zukunftswerkstatt Kommunen innerhalb eines Projektes zum demografischen Wandel unterstützen kann, meinte: „Wenn der Stein ins Rollen kommt, dann wird das ein Erfolg.“ Dann rocken die Ü 60er ab.

Der erste Tanztermin ist am Mittwoch, 21. Februar, 15 bis 17 Uhr im Weingut Broel. Das Angebot ist kostenfrei, Getränke sind selbst zu zahlen. Um in der Startphase planen zu können, wird um Anmeldung gebeten bei Susanne Langguth, ☏ 01 71/23 41 446 oder per ME-ail: s.langguth.bonn@gmail.com

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