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Ein Stück Stadtgeschichte: Junker Morsetaste für das Stadtarchiv Bad Honnef

Ein Stück Stadtgeschichte : Junker Morsetaste für das Stadtarchiv Bad Honnef

Ein Stück Stadtgeschichte: Hans Wintersberg hat dem Archiv der Stadt Bad Honnef eine Junker Morsetaste übergeben. 44 Jahre lang arbeitete er in der Firma.

Morsezeichen? Was das ist, weiß heute kaum noch jemand. Die Methode, sich nach einem Zeichencode zu verständigen, wird heute noch im Amateurfunk angewandt. Und Bad Honnef war einmal Produktionsort für Morsetasten der Firma Junker. Ein Exemplar der Junker Morsetaste M.T. , die hier hergestellt wurde, hat Hans Wintersberg nun dem Archiv der Stadt überlassen. Die Stadt danke für dieses Sammlungsobjekt, das Zeugnis über die Stadtgeschichte ablege, hieß es aus dem Rathaus. 44 Jahre lang hatte der heute 92-jährige Wintersberg bis zu seinem Ruhestand bei der Firma Junker gearbeitet.

„Die Junker-Morsetaste war weltbekannt, weil sich mit ihr sehr präzise arbeiten lässt. Die Feineinstellung ermöglicht das Morsen mit hoher Zeichengeschwindigkeit“, erklärte er. Ab 1926 baute Joseph Junker, Kapitän zur See der kaiserlichen Marine, die Handtaste, im gleichen Jahr gründete er seine Firma in Berlin. Mitte der 30er Jahre wurde das Zweigwerk in Bad Honnef eröffnet, 1935 wurde die Junker Morsetaste M.T. patentiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Fertigung ganz nach Honnef verlegt.

In den 1970er Jahren stieg die Firma in die Telefoninstandsetzung ein, produzierte aber parallel bis zur Firmenschließung 2014 die Morsetaste. Diese gehörte zum Standard von Behörden und Institutionen wie der Bundeswehr.

Die Verständigung funktioniert per Morsealphabet oder Morsecode, einem Zeichensatz zur Übermittlung von Buchstaben, Zahlen und übrigen Zeichen. Der Code kann als Ton- oder Funksignal, als elektrischer Puls über eine Telefonleitung, mechanisch oder optisch (etwa mit blinkendem Licht) übertragen werden.