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Centrum zieht nach fünf Tagen eine positive Bilanz: Martinimarkt soll größer werden

Centrum zieht nach fünf Tagen eine positive Bilanz : Martinimarkt soll größer werden

Nach dem Martini-markt ist vor dem Martinimarkt: Und so liegt die Organisation für die nächste Veranstaltung schon wieder in den ersten Zügen. Gestern zog Georg Zumsande, Vorsitzender des veranstaltenden Gewerbevereins Centrum, Bilanz nach den zurückliegenden fünf Markttagen, während im Hintergrund die Abbauarbeiten in vollem Gange waren: "Es war sehr voll, aber wir hatten alles im Griff." Am Wochenende strömten an beiden Tagen Zehntausende Besucher in die Innenstadt.

Sie kamen laut Zumsande aus dem gesamten Rheinland. "Viele nehmen eine oder anderthalb Stunden Fahrtzeit für die Anreise in Kauf." Die Besucher knubbelten sich in den Straßen, aber die vorgehaltenen Rettungskräfte des DRK und der Malteser verzeichneten keine besonderen Einsätze.

An den Haupttagen sperrten die Sicherheitsleute um Organisator Jürgen Kutter einige Male für einige Minuten den Zugang aufs Marktgelände an den "Eingangstoren", weil das Gedränge sonst zu groß geworden wäre. Zumsande: "Die Menschen mögen es, wenn es eng ist, aber eben nicht zu eng. Uns liegt daran, die richtige Mischung zu finden."

Erklärtes Ziel der Veranstalter ist es deshalb, die Besucherzahlen nicht weiter zu steigern. Werbung ist ohnehin kaum noch notwendig für den längst etablierten Markt. 120 Beschicker haben dieses Jahr ihre Stände errichtet und hätten, so Zumsande, durchgehend ein gutes Geschäft gemacht.

Für die kommenden Jahre gibt es mittelfristig Überlegungen, die Straße "Am Saynschen Hof" ins Marktgelände aufzunehmen und so letzten Endes einen geschlossenen Kreislauf aufzubauen und die Besucher besser in der Fläche zu verteilen. Solche Etablierungen könnten aber nur Schritt für Schritt gelingen und mit einer feinen Abstimmung im Aufbau, meinte Zumsande.

Angespannte Verkehrslage am Wochenende

Organisator Jürgen Kutter habe da in den vergangenen Jahren immer ein geschicktes Händchen bewiesen. Durch einen besonderen Kaffeewagen sei es jetzt beispielsweise gelungen, das Ende der Fußgängerzone an der Hauptstraße besser in Szene zu setzen. Das nächste Jahr wird aber vor allem deshalb etwas schwieriger zu beplanen sein, weil die Stadt langwierige Kanalarbeiten in der Innenstadt durchzuführen hat, die für einen heimeligen Martinimarkt kaschiert werden müssten.

Gerade am Wochenende war die Verkehrs- und Parkplatzlage trotz der Aufforderungen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, angespannt. Der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, Richard Thomas, zog aber vonseiten der Verwaltung ein durchaus positives Fazit: "Wir mussten zwar einige Knöllchen verteilen, aber die Absperrungen mit Flatterband gerade an den neuralgischen Punkten wie der Weyermannallee und der Luisenstraße haben sich bewährt." Dort muss der Shuttlebus durchpassen, der die Besucher von den entfernteren Parkplätzen ins Zentrum transportiert.

Handtaschendiebstähle, die in den vergangenen Jahren gemeldet wurden, hat es laut Zumsande nicht gegeben. Und Beschwerden sind ihm auch nicht zu Ohren gekommen. Nicht einmal darüber, dass Streichelzoo und Ochse nicht mehr auf dem Markt zu finden sind. Die Veranstalter haben davon Abstand genommen, weil der Menschenauflauf einfach zu groß geworden ist, zudem gab es "vegane Beschwerdepost".