1. Region
  2. Siebengebirge
  3. Bad Honnef

Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef: Mehr als 12.600 Stunden im Dienst

Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef : Mehr als 12.600 Stunden im Dienst

Gerade zog Stadtbrandinspektor Torsten Budde Bilanz: "260 Einsätze hatten wir 2011. Jetzt sind wir bei 249. Da wird bis Jahresende noch einiges kommen", sagte er am Samstag auf der Wehrversammlung der Freiwilligen Feuerwehr. Es war punkt 17.45 Uhr.

In dem Moment piepsten die Einsatzmelder, und die Kräfte der Löschgruppen Rhöndorf und Mitte stürmten aus dem Ratssaal. 25 Minuten später waren sie vom Einsatz Nummer 250 wieder zurück. Im Altenheim Marienhof hatten auf einem Ceranfeld geschmorte Plastikteile die Brandmeldeanlage ausgelöst. Noch kurz vor Beginn der Veranstaltung waren Feuerwehrleute zu einer "hilflosen Person hinter verschlossener Tür" gerufen worden. Eine Frau war gestürzt. Der ganz normale Alltag der Freiwilligen Feuerwehr.

Bis zum 30. September mussten sie 47 Mal Menschen in Notlagen helfen, 13 Mal waren es Tiere. 14 Verkehrsunfälle, 25 Wasser- und Sturmschäden sowie 33 Ölunfälle beschäftigten die Helfer. 36 Brände waren zu löschen. 60 Alarmierungen erwiesen sich aber auch als Fehlmeldungen durch Brandmeldeanlagen.

Fast doppelt so viele wie noch im gesamten Vorjahr. Für Ausbildung, Einsätze und Sicherheitswachen haben die Feuerwehrleute in den ersten neun Monaten des Jahres 12 669 Stunden investiert. Allein 5631 davon entfallen auf den Löschzug Aegidienberg, die größte Einheit der Honnefer Feuerwehr. Die Mitglieder besuchten viele Lehrgänge, machten sich fit für den Dienst.

Bürgermeisterin Wally Feiden und Kreisbrandmeister Walter Jonas dankten den Kameraden für diesen selbstlosen Einsatz. Und beide wünschten den Frauen und Männern, dass sie immer gesund von ihren Einsätzen zurückkehren. Walter Jonas mahnte zur Vorsicht: "Nicht nur das Eindringen in brennende Häuser ist gefährlich, sondern bereits die Fahrt zur Einsatzstelle."

Dabei spielte er auf den aktuellen Fall von Erkelenz an, wo ein junger Feuerwehrmann auf dem Weg zum Gerätehaus mit einem bereits ausrückenden Einsatzwagen zusammenstieß. Die grausame Bilanz: zwei Tote und zwei Schwerverletzte. Die Honnefer Feuerwehrwagen waren deshalb mit schwarzem Trauerflor ausgestattet. Und bei der Totenehrung gedachte Torsten Budde auch der Kameraden aus Erkelenz.

Ehrungen und Beförderungen:

Überstellungen: Jungfeuerwehrfrau Saskia Stang (Selhof) wurde in die Reihen der aktiven Feuerwehrangehörigen überstellt und zur Feuerwehrfrau befördert. Die Jungfeuerwehrmänner Sven Höfer, Leonhard Leven, Markus Wieth, Christian Ziegert (alle Aegidienberg) und Björn Stang (Rhöndorf) sind nun Feuerwehrmänner.

Beförderungen: Stefanie Buchholz (Aegidienberg) wurde nach der Grundausbildung zur Feuerwehrfrau befördert. Das gilt auch für die neuen Feuerwehrmänner Karl Schwippert, Yannik Stelzenmüller (beide Rhöndorf), Christopher Bechtold, Dirk Großhenrich und Christoph Reinshagen (alle Aegidienberg). Neue Hauptfeuerwehrmänner: Dennis Schug (Aegidienberg) und Maik Iser (Rhöndorf). Unterbrandmeister: Peter Thiesen (Selhof), Christian Diepenseifen (Feuerwehrarzt) und Florian Günther (beide Mitte). Brandmeister: Hermann Josef Hülder (Aegidienberg). Oberbrandmeister: Thomas Brodeßer (Mitte) und Markus Ziegert (Aegidienberg). Hauptbrandmeisterin: Patricia Wiesel (Selhof). Hauptbrandmeister: Stephan Brimmer (Mitte), Martin Proff (Selhof) und Siegfried Eitel (Rhöndorf).

Ehrungen: Das Feuerwehrehrenzeichen Nordrhein-Westfalen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Hauptbrandmeister Frank Brodeßer-Sandberg (Mitte) und Hauptbrandmeister Volkmar Blech (Aegidienberg). Das Feuerwehrehrenzeichen NRW in Gold bekam: Stadtbrandinspektor Torsten Budde (Selhof) für 35 Jahre bei der Feuerwehr. Die Sonderauszeichnung des Landesfeuerwehrverbandes NRW in Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielt Oberfeuerwehrmann a.D. Albert Schmidt (Aegidienberg).

Ehrenabteilung: Reinhard Bauer und Gert Scharfenstein (beide Aegidienberg) sowie Karl Heinz Jonas (Mitte) wurden in die Ehrenabteilung überstellt.