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Mountainbiker-Falle: Nach Unglück sind bei der Polizei Hinweise eingegangen

Mountainbiker-Falle : Nach Unglück sind bei der Polizei Hinweise eingegangen

Mehrere Hinweise sind bei der Bonner Polizei nach der Berichterstattung über die "Falle", die Unbekannte Mountainbikern im Siebengebirge gestellt hatten, eingegangen. Die Polizei sucht Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Näheres will die Pressestelle am Donnerstag bekanntgeben.

Am 14. November war ein 27-jähriger Radfahrer im Wald bei Rhöndorf verunglückt, weil ein Drahtseil in Kopfhöhe über einen Weg gespannt war. Der Sankt Augustiner hatte Glück, weil seine Schutzkleidung, unter anderem ein Crosshelm mit Vollgesichts- und Genickschutz, ihn vor schwereren Verletzungen bewahrte.

"Es ist ungeheuerlich, dass so etwas passiert und jemand auf so eine Idee kommt", sagte Eike Wirtz vom Verschönerungsverein für das Siebengebirge gestern. Beim VVS beschwerten sich viele Spaziergänger und Wanderer über Mountainbiker, die von hinten angeschossen kämen und auch auf kleinen Wegen führen.

"Wir können aber nichts dagegen tun. Uns sind da die Hände gebunden", so Wirtz. Am 1. März 2013 tritt die neue Naturschutzverordnung für das Siebengebirge in Kraft.

Im neuen Wegeplan wird dann geregelt, auf welchen Wegen im Naturschutzgebiet künftig gewandert, Rad gefahren oder geritten werden darf. Bisher gilt die Regelung, dass Radfahrer nicht auf unbefestigten Wegen und auf befestigten Wegen, die weniger als 2,50 Meter breit sind, unterwegs sein dürfen.