1. Region
  2. Siebengebirge
  3. Bad Honnef

Interview zur Martini-Markt-Bilanz: Organisator Jürgen Kutter - "Der Einsatz hat sich gelohnt"

Interview zur Martini-Markt-Bilanz : Organisator Jürgen Kutter - "Der Einsatz hat sich gelohnt"

Nach dem Markt ist vor dem Markt. Kaum sind die Spuren des Martini-Marktes 2012 beseitigt, haben die Planungen für Bad Honnefs Veranstaltungszugpferd Nummer eins für 2013 schon Fahrt aufgenommen. Organisator Jürgen Kutter im Interview.

Wie viele Martini-Markt-Tassen stehen jetzt wohl in Bad Honnefer Küchenschränken?
Jürgen Kutter: (lacht) Unser "Tassen-Kassensturz" hat ergeben, dass circa 700 der schönen Tassen als Souvenir mitgenommen worden sind. Und genau so war es ja auch gedacht: eine Tasse als kleines Give-Away und Andenken an den Martini-Markt.

700 von wievielen insgesamt?
Kutter: Wir hatten 1000 Tassen. An dieser Stelle noch einmal großer Dank an den Hauptsponsor Bad Honnef AG. Es ist gut zu wissen, dass die BHAG fest an unserer Seite steht. Dasselbe gilt für das Ordnungsamt, den Bauhof, die Feuerwehr. Besser geht es nicht, hier klappt alles Hand in Hand. Das gilt auch für die Geschäftsleute in der Stadt, die ohne Wenn und Aber mitgezogen haben. Egal, ob ein Kabel zu kurz war oder sonst etwas fehlte, oft reichte ein Zuruf. Man hilft sich, alle ziehen an einem Strang. Kurz: ein dickes Dankeschön und Kompliment.

Die Stimme ist weg nach der sehr arbeitsreichen Zeit, die Stimmung ist dafür umso besser?
Kutter: Ja, das trifft es ganz und gar. Der Einsatz hat sich gelohnt. Da fällt ein bisschen Heiserkeit nicht ins Gewicht. Inzwischen haben die Planungen für 2013 begonnen, ich habe schon über kleine Veränderungen nachgedacht.

Veränderungen gab es auch jetzt, etwa den Markt-Plan, auch als Flyer. Hat sich das bewährt?
Kutter: Es war sehr gut, dass wir den Plan hatten, einerseits für die Aussteller, die wussten, wo sie stehen und entsprechend werben konnten, andererseits für die Orientierung der Besucher. Das galt auch für die Parkplätze.

Und die Fluchtwege?
Kutter: Der Fluchtweg in neuer Form hatte Premiere, ging geradeaus aus der und in die Fußgängerzone. Dadurch wurde die Situation entschärft. Insgesamt waren die Wege breiter, zwischen den Buden gab es Ausweichfläche. Das war gewollt und mit Feuerwehr und Ordnungsamt abgestimmt. Hervorzuheben ist auch die tolle Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst KTD von Stefan Jungheim, die Mitarbeiter waren nachts sowie am Wochenende auch tagsüber an Bord.

Trotzdem war die Kapazität in der City vor allem am Sonntag erschöpft. Zu viel des Guten?
Kutter: Wie gesagt, wir sind am Thema Sicherheit ganz nah dran, alle im Centrum sind sich der großen Verantwortung bewusst. Alle Voraussetzungen wurden erfüllt. Bei der guten, großen Veranstaltung mit rund 100.000 Leuten hat es keinen einzigen Zwischenfall gegeben, meines Wissens nicht einmal ein Knöllchen. Insofern gilt ein besonderes Kompliment auch den Besuchern. Im Centrum denken wir aber unter anderem darüber nach, ein Parkraumkonzept für die Zukunft zu erarbeiten, eventuell mit zusätzlichen Parkflächen und Shuttle-Bussen. Wir müssen uns mit der Stadt zusammensetzen und schauen, wie wir das von der Logistik hinkriegen.

[kein Linktext vorhanden]Gerade kam der Anruf eines Standbetreibers aus Köln, der sich bedankt hat für die tolle Veranstaltung. Wie ist die Resonanz sonst?
Kutter: Die Honnefer Geschäftswelt ist sehr zufrieden. Über einiges wie die Aufteilung von Buden wird man sprechen und Lösungen finden. Das ist bei mir im Kopf schon drin. Von den Ausstellern kam sehr viel positive Resonanz: der alte Markt in neuem Gewand mit größerer Veranstaltungsfläche, 120 Ausstellern und Besucherrekord. Das wird natürlich auch weitererzählt. Da müssen wir für die Zukunft gewappnet sein. Und das werden wir.

Wie fällt der Blick nach Linz aus?
Kutter: Alle Veranstalter müssen sich immer dem stellen, dass auch andere Kommunen verkaufsoffene Sonntage und Feste haben. Das ist absolut in Ordnung, hat seine Berechtigung. Das gilt auch zu anderen Zeiten im Jahr, und Bad Honnef braucht da keine Vergleiche zu scheuen.

Wann findet der Martini-Markt 2013 statt?
Kutter: Vom 23. bis 27. Oktober 2013. Wir gehen gezielt wieder auf den Herbsttermin, nicht auf folgende Wochen und Wochenenden wegen des Feiertags 1. November und der Selhofer Kirmes. Noch später wäre man aber zu nah an den Weihnachtsmärkten. Und bei der Deko hat sich das Herbstthema ja auch bewährt, die Profis Eichstädter Gartenpflege, Rheingrün und Karins Blumenstudio haben dabei alle Register gezogen.

Wie geht es 2012 weiter?
Kutter: Mit dem Nikolausmarkt vom 6. bis 9. Dezember mit verkaufsoffenem Wochenende. Der ist nicht vergleichbar mit dem Martini-Markt. Aber jedes Fest hat seine eigene Aussagekraft, und darauf sind wir auch sehr stolz.