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Musikabend im Weingut Broel: Partnerschaftsverein und Folk im Feuerschlösschen laden zum italienischen Abend

Musikabend im Weingut Broel : Partnerschaftsverein und Folk im Feuerschlösschen laden zum italienischen Abend

Italien zu Gast: Das Partnerschaftskomitee Bad Honnef-Cadenabbia und der Verein Folk im Feuerschlösschen luden zu Konzert beim Wein im Weingut Broel in Rhöndorf.

Rund 80 Gäste fanden sich am Wochenende im Weingut Broel in Rhöndorf. Der Verein Folk im Feuerschlösschen (FiF) und das Partnerschaftskomitee Bad Honnef-Cadenabbia luden zum italienischen Abend. Zwei italienische Musiker aus Köln sorgten dabei für die Musik: Alessandro Palmitessa und Cosimo Erario begeisterten ihr Publikum mit den Klängen von Klarinette, Saxophon, Gitarre und Gesang und navigierten mit dem Feingespür, welches professionelle Musiker für die Stimmung ihrer Zuhörer besitzen, durch einen schönen Abend. Eine gelungene Mischung aus Jazz und italienischen Gassenhauern bot zum Entspannen und Mitsingen Gelegenheit.

Großer Erfolg nach holprigem Beginn

„Alle Gäste waren begeistert“, erzählt Jutta Mensing von FiF. „Das Ambiente des Weingutes Broel und die Klänge der beiden Musiker haben sich perfekt ergänzt. Dadurch ist in Rhöndorf ein Stück Italien lebendig geworden.“ Die Kooperation mit dem Partnerschaftskomitee Cadenabbia sei, so Mensing, so gut angekommen, dass für Herbst eine erneute Zusammenarbeit in den Blick genommen wurde. Sofern die äußeren Gegebenheiten es zuließen, werde dann ein weiterer Abend mit Live-Musik stattfinden.

Dabei hatte der Abend alles andere als reibungslos begonnen. Im Vorfeld war offenkundig nicht deutlich genug kommuniziert worden, dass der Einlass einen gültigen 2 G plus-Nachweis erfordern würde. Die ungetesteten, weil ahnungslosen Gäste mussten samt und sonders an ein benachbartes Testzentrum verwiesen werden, dessen Betreiber dankenswerterweise bereit war, die regulären Öffnungszeiten zu überziehen.

Erst mit einiger Verzögerung konnten es sich die Gäste dann auf dem Weingut gemütlich machen. Einige wenige verweigerten den Test und zogen verärgert von dannen. Die zum Teil empörten Gemüter ließen sich jedoch mit gutem Wein und guter Musik besänftigen, so dass der Abend insgesamt ein Erfolg wurde.

Musikalische Darbietung vom Feinsten

Der Erfolg des Abends war besonders dem Talent von Palmitessa und Erario geschuldet gewesen, beide gebürtig aus Italien stammend und beide professionelle Musiker mit jahrzehntelanger Erfahrung. „Die musikalische Darbietung ist perfekt auf die Stimmung der Gäste eingegangen und hat ein starkes Gefühl von Italienurlaub aufkommen lassen“, so Mensing.

Palmitessa, seines Zeichens Klarinettist, Saxophonist und Komponist, studierte Jazz und klassisches Saxophon in Bari. Seit 1997 lebt er in Köln und hat sich durch eine Vielzahl von Konzerten, Tourneen und Veröffentlichungen einen Namen machen können und viele Preise gewonnen. Sein 2001 ins Leben gerufene Projekt „Menschensinfonieorchester“ mit obdachlosen Musikern aus Köln erhielt nach der ersten CD-Veröffentlichung viel Aufmerksamkeit in den Medien und erlangte 2005 den Rheinischen Förderpreis der Sparkassen-Kulturstiftung.

Erario ließ sich 1995 in Köln nieder, wo er zunächst ein Jazztrio formierte und in vielen Jazzclubs in der Region auftrat. Er widmete sich dem Komponieren von Musik für Kurzfilme und Trailer und gründete 2000 sein eigenes Label inklusive Tonstudio. Sein Fokus liegt auf Jazz- und Pop-Produktionen. Zudem ist er als Gitarrenlehrer an mehreren Musikschulen tätig, unter anderem an der Deutschen Pop Akademie in Köln.