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Freiluftgalerie in Rhöndorf beendet: Rund 50 Gebote für Kunst aus Rhöndorf

Freiluftgalerie in Rhöndorf beendet : Rund 50 Gebote für Kunst aus Rhöndorf

Über Wochen hingen in den Straßen, Wänden und Zäunen in Rhöndorf Kunstwerke, die zum Ende der Frei-Luftgalerie versteigert wurden. Rund 50 Gebote wurden abgegeben. Ein Teil des Verkaufserlös fließt in soziale Projekte des Netzwerks „Gewaltfrei“ des Bad Honnefer Aalkönigskomitees.

Ganz Rhöndorf war wochenlang Freiluftgalerie. Zum Thema „Ansichtssache“ hatten Künstler aus der Region, insbesondere auch aus Hohenhonnef, Bilder gemalt, eine Jury hatte die besten ausgewählt, die dann der Veranstalter auf Lastwagenplanen per Phototechnik drucken ließ und sie versteigerte. am Freitag konnten die erfolgreichen Bieter ihre Werke abholen. Ein Verkaufserlös von mehr als 8.000 Euro wurde erzielt. Ein Teil davon geht in soziale Projekte.

Mehrere Wochen hingen die Werke an den einzelnen Punkten in Rhöndorf. Privatleute hatten ihre Wände und Zäune als Ausstellungsfläche zur Verfügung gestellt. Jeder konnte zu jeder Stunde die Galerie betreten und bis zu einem bestimmten Datum online mitbieten. Keiner wusste also, anders als bei einer Auktion, welche Gebote vorlagen. Das Höchstgebot zog einfach. Es gab nur einen Anhaltspunkt: Die Mindestsumme betrug 150 Euro.

Jury wählte die Bilder aus

„Knapp 50 Gebote wurden abgegeben und damit eine Summe von 8.084,97 Euro erzielt“, sagte Fabian Ost vom Aalkönigskomitee Bad Honnef, das gemeinsam mit der Kunstwerkstatt „Der blaue See“ der Hohenhonnef GmbH, der Stadt und dem Bürger- und Ortsverein Rhöndorf diese Galerie veranstaltet hatte. Mit dem Verlauf und dem Ergebnis waren die Organisatoren hochzufrieden.

Die Auswahl der gezeigten Bilder hatte die Jury mit Bärbel Heimann von der Kunstwerkstatt Hohenhonnef, Friedhelm Saffé vom Bürger- und Ortsverein, Galerist Manfred Menzel sowie die beiden Künstler Sascha Maas und Andreas Rein aus den eingereichten Originalen vorgenommen. Übrigens können die echten Bilder direkt bei den Künstlern erworben werden. Und die Planen, die keinen Bieter gefunden haben, werden in der Internationalen Nähstube zu Taschen vernäht.

Reinerlös für Projekte des Netzwerks „Gewaltfrei“

Wofür wird das Geld nun benutzt? Fabian Ost: „Nach Abzug aller Kosten und der Beteiligung der Künstler wird der Reinerlös für die Projekte des Netzwerkes ,Gewaltfrei‘ verwendet.“ Der Erlös eines Werkes geht zu 40 Prozent an den Künstler und zu 60 Prozent an das Netzwerk Gewaltprävention.

Obwohl im vergangenen Jahr kein Aalkönigsfest stattfand, konnte das Aalkönigskomitee dennoch in diesem Jahr 30.000 Euro durch die Aktion „Aranka schlägt Wellen“ dem Netzwerk übergeben, teilte Fabian Ost mit. Seit Gründung des Netzwerkes 2014 wurden bereits mehr als 500.000 Euro für Projekte im Bereich Jugend und Soziales bereitgestellt.

In diesem Jahr wird beispielsweise die Erweiterung der Grundschul-Basketball-AGs der Dragons Rhöndorf unterstützt. Das von der Familien- und Erziehungsberatungsstelle Bad Honnef und Königswinter organisierte Medienpräventionsprojekt „Sprechen Sie doch lieber mit Ihrem Kind“ wurde großzügig unterstützt. Und das Frauenzentrum Bad Honnef erhält vom Netzwerk gleich die Förderung dreier Projekte.