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Seniorenvertretung Bad Honnef sucht Verständigung​ in konstituierender Sitzung​

Seniorenvertretung Bad Honnef sucht die Verständigung : Vorsitzender entschuldigt sich nach Eklat in der konstituierenden Sitzung

In der konstituierenden Sitzung der Seniorenvertretung Bad Honnef hatte es ordentlich gekracht. Nach Vorwürfen der Wahlmanipulation durch den Vorsitzenden gegenüber einer Mitbewerberin legten die Kontrahenten jetzt ihren Streit bei.

Eine persönliche Entschuldigung durch den Vorsitzenden Hans-Christoph Anders und die Annahme derselben durch seine Mitbewerberin bei der Vorstandswahl Susanne Langguth: Dies sind die Zutaten eines erhofften Neustarts für die Seniorenvertretung Bad Honnef nach einem Eklat, der weite Kreise gezogen hatte.

Wie berichtet, hatte Anders (parteilos) in der konstituierenden Sitzung die Rechtmäßigkeit der Ur-Wahl im Mai in Frage gestellt und seiner Mitbewerberin um den Vorsitz Langguth (CDU) Parteiverstrickung vorgeworfen. In der aktuellen Sitzung wurde der Streit nun offenkundig beigelegt. Das teilte die Vertretung der über 60-Jährigen in der Stadt nach der jüngsten Sitzung mit.

Wie berichtet, hatte Langguth bei der Ur-Wahl im Mai 240 Stimmen erhalten vor Anders (101) und Lieselotte Zastrow (95). Das Gremium wählte - die Satzung sieht eine Vorsitzendenwahl aus der Mitte des Gremiums vor - aber dann mit Mehrheit Anders zum Vorsitzenden und Zastrow, auch Vorsitzende des Ortsverbandes beim VdK, zur Stellvertreterin; Langguth hatte jeweils das Nachsehen.

„Unerfreulicher und schädlicher Konflikt“

Weitere Mitglieder des elfköpfigen Gremiums kritisierten, dass mit diesem Vorgehen das Wählervotum, das Langguth vorne gesehen hatte, abgestraft werde. Der Eklat war perfekt, als Anders Langguths Wahlergebnis in die Nähe von Wahlmanipulation rückte. Auch sei sie als aktives CDU-Mitglied nicht neutral. Langguth ist unter anderem stellvertretende Vorsitzende der Seniorenunion, ebenso Geschäftsführerin der CDU-Ratsfraktion, da könne sie „nicht trennen“, so Anders. Ein Ratsmandat hat Langguth nicht, wie es die Satzung der Seniorenvertretung auch vorsieht. Nicnt zuletzt: Auch im weiteren rekrutiert sich die Seniorenvertretung aus ehemaligen Ratsmitgliedern, dies in der Mehrheit der SPD.

„Der unerfreuliche und für das öffentliche Ansehen der Seniorenvertretung schädliche Konflikt um die Neuwahl des Vorstands ist beendet“, teilte die Seniorenvertretung nun mit. Nach einer persönlichen Erklärung von Langguth zu den Vorgängen habe Anders „seine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl vom 5. Mai sowie seine überzogenen Äußerungen gegen Langguth zurückgenommen“. Seine Entschuldigung sei „zur Erleichterung aller“ angenommen worden.

Ruhiges Fahrwasser

Offenkundig will das Gremium zurück in ein ruhiges Fahrwasser. Es bestehe Einigkeit, dass eine „konstruktive Zusammenarbeit wieder möglich“ sei. Wichtig sei nun, eine Änderung des bisherigen Wahlverfahrens und somit höhere Wahlbeteiligung zu erreichen. Bekanntlich hatte die nur bei 3,2 Prozent gelegen. Gedacht ist etwa daran, Briefwahl zu ermöglichen. Auch wolle man präsenter sein, etwa auch durch Teilnahmen wie am „Lebensfreude-Festival“ im September. suc