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Winni ist die Schönste im Land: So lief die Mädchensitzung im Honnefer Kursaal

Winni ist die Schönste im Land : So lief die Mädchensitzung im Honnefer Kursaal

Hunderte jecke Damen überlassen der Jungfrau im Siebengebirgs-Dreigestirn generös den Schönheits-Titel. Die Stimmung bei der Halt-Pol-Mädchensitzung im Kursaal ist einfach zu gut, um neidisch zu sein. Dazu tragen auch die Paveier, Cat Ballou, die Köbesse und andere Karnevalsgrößen bei.

Diese Mädels! „Ich ziehe nach Bad Honnef. Ihr seid super“, rief Paveier-Frontmann Sven Welter verzückt. Bei der Mädchensitzung der Karnevalsgesellschaft Halt Pol wackelte der Kursaal. Das Erfolgsrezept der Jubiläumsgesellschaft um Präsident Jörg Pütz: Die süßen Fraulück in Bataillonsstärke und mit erstaunlicher karnevalistischer Kondition wurden im Handumdrehen erobert – von einem herrlichen Siebengebirgs-Dreigestirn und Spitzenkräften des Kölner Fasteleers, denen die Damenwelt zu Füßen lag. Eine Supersause!

Eine „grüne Welle“ hatte Präsident Pütz ja schon angekündigt, als er die Rezag-Husaren aus Porz in ihren schmucken Uniformjacken in Grün als „Eisbrecher“ ankündigte. Aber nach deren Auftritt musste er sich revidieren. „Das ist eine Sturmflut, ein Hurrikan!“ Wo hatten diese schmucken Kerle nur die Puste her? Kasatschok zu „Kalinka“, Prisjadka und Pyramiden. Radschlagen im Zweierpack, Säbelspringen und Salto, fliegende Kosaken: einfach atemberaubend. Die Mädels im Saal pfiffen vor Begeisterung.

Die Frauen stehen auf den Stühlen

In Null Komma nichts aufgeheizt, waren die Damen „reif“ für das Siebengebirgs-Dreigestirn. „Winken Sie mit allem, was Sie haben, brüllen Sie, küssen Sie alle drei“, spornte Jörg Pütz das Publikum an. Schwupps, standen die Frauen auf den Stühlen, jubelten bereits den Stadtsoldaten zu, die als Vorhut in den Saal einzogen. Und dann kamen Prinz Michael II., Bauer Johannes und Jungfrau Winni – sie brauchten gefühlt Stunden, um den Kursaal Strüßjer und Bützjer werfend zu durchqueren. Immer wieder stoppte der Einmarsch. Ein Triumphzug für das Trifolium!

Aber Präsident Pütz goss Wasser in den Wein. „Meine Damen, es tut mir leid, Sie haben Konkurrenz. Das schönste Mädchen aus der Stadt ist unsere Jungfrau Winni!“ Die Stadtsoldaten teilten diese Meinung und spielten: „Oh, wie bist du schön …“ Und die holde Weiblichkeit im Saal akzeptierte das – mer muss auch jönne könne. Das Prachtweib Winni brauchte sein silbernes Spiegelchen gar nicht erst zu befragen.

Prinz Michael fühlt sich wie ein Rockstar

Prinz Michael meinte beim Blick in den Saal mit den herrlich kostümierten Wievern: „In dieser supervollen Hütte fühlt man sich wie ein Rockstar.“ Und gab dann das Kommando: „Jetzt geht's los!“ Die Tollitäten legten ihren Tanz hin und wurden bejubelt von den Mädels. Die Stadtsoldaten hatten ebenfalls extra für diese Sitzung eine neue Tanz-Choreografie einstudiert. Und die Trommler setzten mit ihrem Solostück samt Konfettikanone noch eins drauf. Knuddelfaktor in der ersten Reihe: die süßen Mini-Drummer Max (Schaffrath) und Moritz (Weiss).

Und es ging noch mehr: Ausnahmezustand im Kursaal. Ein weiterer Hurrikan, Kategorie fünf! Zehn Prachtkerle tanzten in roten T-Shirts mit der Rückennummer „11“ auf die Bühne. Erste Pyramide, bei der die Flagge mit Herz gehisst wurde. Aufschrift: „Wir tanzen nur für Euch! – Eure American Dreams vum Rhing“ Dann legten sie los: Kleiderwechsel auf offener Bühne zu Joe Cockers „You can leave your hat on“. Die Traumboys trugen nun weiße Hemden, rote Hüte und rote Hosenträger. Und sie legten temperamentvoll los zu südamerikanischer Musik. Der Saal stand kopf.

Rakete für die Dream-Boys

„Grandios“, jubelte Jörg Pütz und zündete eine Rakete für die Truppe aus den eigenen Reihen. „Jetzt erst mal durchatmen: Wir empfangen den Großmeister des geschliffenen Wortes“ kündigte Pütz Martin Schopps an. Der analysierte die Verhaltensmuster der Frauen. Die Tochter heult: „Mein Freund hat mit mir Schluss gemacht!“ Die Mutter pragmatisch: „Hat der nicht noch Tupperdosen von uns?“ Köstlich, als Schopps mit den Mädels ein Mitsing-Rätsellied anstimmte. „Wer sieht gut aus und landet niemals einen Flopp?“ – „Martin Schopps“.

Die Paveier als eine der großen Kölner Bands heizte den Damen ordentlich ein. Die standen auf den Stühlen und ganz dicht an der Bühne, sangen mit, tanzten mit. „Ihr ward fantastisch!“ Eine Rakete war fällig. Und mit Cat Ballou, De Köbesse, Die Blömcher und Querbeat stieg das Stimmungsbarometer höher und höher. Die Mädels waren nicht mehr aufzuhalten – so wie die Halt Pöler in diesem Jubiläumsjahr.